Archiv der Kategorie: Pflanzenheilkunde

Das effektivste Schmerzmittel wächst bei dir im Garten !

Wilder Huflattich – Tussilago farfara
Hast du jemals wilder Lattich probiert?
 Es ist einer der besten natürlichsten Schmerzmittel und wird oft verwendet für seine beruhigende Wirkung.Wilder Lattich ist ziemlich ähnlich wie Distel und Löwenzahn, aber ist definitiv stärker als synthetische Schmerzmittel.Auch bekannt als ”Opium der Armen”, wurde Lattich im 19. Jahrhundert als Opium-Ersatz verwendet. Heute verwenden die Franzosen das destillierte Wasser aus dieser Pflanze als mildes Beruhigungsmittel. Die Hopi-Indianer rauchten den Saft, um in einen milden euphorischen Traum zu fallen.Der milchige Saft ist reich an Lacturacium, eine Art schmerzlindernden Opiate. Diese werden später gesammelt und getrocknet.
Lactupiricin, Lactucin und Lactucipiricin sind einige ihrer Hauptverbindungen.Diese Pflanze hat eine starke analgetische Wirkung und zeigte sogar eine stärkere Wirkung als Ibuprofen bei Mäusen. Nach Ansicht von Wissenschaftlern haben Lactucin und Lactucopiricin eine beruhigende Wirkung.Forscher im Iran zeigten, dass Opium-Lattich als Schmerzmittel und Beruhigungsmittel lange vor der viktorianischen Zeit verwendet wurde.Das Papier des Instituts für die Geschichte der Wissenschaft, veröffentlicht unter dem Titel Lettuce, Lactuca sp, als Heilpflanze in polnischen Publikationen des 19. Jahrhunderts, besagt:Die Wirkung der Substanz war schwächer als die von Opium, aber frei von den Nebenwirkungen und die medizinische Praxis zeigte, dass in einigen Fällen Lactucarium sogar bessere Heilwirkungen als Opium produzierte”.Wilder Lattich kann auch bei der Behandlung von Husten verwendet werden.

Gesundheitliche Vorteile:

Asthma
Der wilde Lattich wurde oft bei Asthmatiker verwendet. Es lindert die Symptome und bietet sofortige Linderung.
Angstzustände
Patienten, bei denen Angststörungen diagnostiziert wurden, können die beruhigende Wirkung von wildem Lattich spüren.
Migräne / Kopfschmerzen
Lattich lindert die Schmerzen und sorgt dafür, dass die Schmerzen nicht so häufig auftreten.
Schmerzen und Spannungen. Das populäre Opiat lindert Schmerzen, reduziert Spannungen und entspannt den Körper und den Geist.
Schlaflosigkeit
Der wilde Lattich kann eine grossartige Hilfe sein bei Schlaflosigkeit. Es entspannt den Körper und verbessert die Schlafqualität.
Diese Pflanze bot aber mehr als nur heilende Eigenschaften und die Menschen nutzten seine Wirkung um eine milde Euphorie zu geniessen. Es enthält keine wirklichen Opiate und seine Verwendung wird dich nicht ins Gefängnis bringen.
Wenn du es unkontrolliert in hohen Mengen verwendest, verursacht es Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Angst.
Wie verwendet man es?
Schneide die Pflanze und drücke den milchigen Saft aus. Gebe es in Alkohol und mache eine heilende Tinktur. Verwende die Blütenspitzen und frische Blätter anstelle des Saftes, wenn du es einfacher findest.Lasse den Lattich trocknen und mache dir eine schöne Tasse Tee. Du kannst auch 1,5 Gramm des Saftes verwenden. Du wirst von dem süssen Geschmack deines Tees begeistert sein. Du kannst auch 0,25 Gramm rauchen, aber verwende auf keinen Fall mehr als das, da sonst nachteilige Auswirkungen auftreten können.

Cannabis kehrt Alterungsprozesse im Gehirn um

Forscher der Uni Bonn versetzen die Gedächtnisleistung von Methusalem-Mäusen in ein Jugendstadium zurück

Prof. Dr. Andreas Zimmer (links) und die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (Mitte) im Labor des Instituts für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn. © Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Mit zunehmendem Alter nimmt die Gedächtnisleistung ab. Cannabis kann diese Alterungsprozesse im Gehirn umkehren. Das zeigen Wissenschaftler der Universität Bonn mit ihren Kollegen der Hebrew University (Israel) an Mäusen. Alte Tiere konnten durch eine längere niedrig dosierte Behandlung mit einem Cannabis-Wirkstoff in den Zustand von zwei Monate jungen Mäusen zurückversetzt werden. Dies eröffnet zum Beispiel für die Behandlung von Demenzerkrankungen neue Optionen. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal „Nature Medicine“ vorgestellt.

Wie jedes andere Organ altert auch unser Gehirn. In der Folge nimmt mit zunehmendem Alter auch die kognitive Leistungsfähigkeit ab. Dies bemerkt man beispielsweise dadurch, dass es schwerer wird, Neues zu erlernen oder mehreren Dingen gleichzeitig Aufmerksamkeit zu widmen. Dieser Prozess ist normal, kann aber auch Demenzerkrankungen befördern. Schon lange suchen Forscher nach Möglichkeiten, diesen Prozess zu verlangsamen oder gar umzukehren.

Das ist Wissenschaftlern der Universität Bonn und der Hebrew Universität Jerusalem (Israel) bei Mäusen nun gelungen. Diese Tiere haben in der Natur nur eine relativ kurze Lebenszeit und zeigen bereits im Alter von zwölf Monaten starke kognitive Defizite. Die Forscher verabreichten Mäusen im Alter von zwei, zwölf oder 18 Monaten über einen Zeitraum von vier Wochen eine geringe Menge an THC, dem aktiven Inhaltsstoff der Hanfpflanze (Cannabis).

Danach testeten sie das Lernvermögen und die Gedächtnisleistungen der Tiere – darunter zum Beispiel das Orientierungsvermögen und das Wiedererkennen von Artgenossen. Mäuse, die nur ein Placebo verabreicht bekamen, zeigten natürliche altersabhängige Lern- und Gedächtnisverluste. Die kognitiven Funktionen der mit Cannabis behandelten Tiere waren hingegen genauso gut wie die von zwei Monate alten Kontrolltieren. „Die Behandlung kehrte den Leistungsverlust der alten Tiere wieder komplett um“, berichtete Prof. Dr. Andreas Zimmer vom Institut für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn, Mitglied des Exzellenzclusters ImmunoSensation.

Jahrelange akribische Forschung

Dieser Behandlungserfolg ist das Ergebnis jahrelanger akribischer Forschung. Zunächst haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass das Gehirn viel schneller altert, wenn Mäuse keinen funktionsfähigen Rezeptor für THC besitzen. Bei diesen sogenannten Cannabinoid 1 (CB1) Rezeptoren handelt es sich um Proteine, an die Substanzen andocken und dadurch eine Signalkette auslösen. CB1 ist auch der Grund für die berauschende Wirkung von THC in Cannabis-Produkten, wie Haschisch oder Marihuana, die sich an den Rezeptor anlagern. THC ahmt die Wirkung von körpereigenen Cannabinoiden nach, die wichtige Funktionen im Gehirn erfüllen. „Mit steigendem Alter verringert sich die Menge der im Gehirn natürlich gebildeten Cannabinoide“, sagt Prof. Zimmer. „Wenn die Aktivität des Cannabinoidsystems abnimmt, dann finden wir ein rasches Altern des Gehirns.“

Um herauszufinden, was die THC-Behandlung alter Mäuse genau bewirkt, untersuchten die Forscher das Gehirngewebe und die Genaktivität der behandelten Mäuse. Die Befunde waren überraschend: Die molekulare Signatur entsprach nicht mehr der von alten Tieren, sondern war vielmehr jungen Tieren sehr ähnlich. Auch die Zahl der Verknüpfungen der Nervenzellen im Gehirn nahm wieder zu, was eine wichtige Voraussetzung für das Lernvermögen ist. „Es sah so aus, als hätte die THC-Behandlung die molekulare Uhr wieder zurückgesetzt“, sagt Zimmer.

Nächster Schritt: klinische Studie am Menschen

Die Dosierung des verabreichten THC war so niedrig gewählt, dass eine Rauschwirkung bei den Mäusen ausgeschlossen war. Cannabisprodukte sind bereits als Medikamente zugelassen, zum Beispiel für die Schmerzbekämpfung. Die Forscher wollen im nächsten Schritt in einer klinischen Studie untersuchen, ob THC auch beim Menschen Alterungsprozesse des Gehirns umkehren und die kognitive Leistungsfähigkeit wieder steigern kann.

Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeigte sich von der Studie begeistert: „Die Förderung erkenntnisgeleiteter Forschung ist unersetzlich, denn sie ist der Nährboden für alle Fragen in der Anwendung. Von der Maus zum Menschen ist es zwar ein weiter Weg, doch stimmt mich die Aussicht darauf, dass THC etwa zur Behandlung von Demenz eingesetzt werden könnte, außerordentlich positiv.“

Publikation: A chronic low dose of delta9-tetrahydrocannabinol (THC) restores cognitive function in old mice, Nature Medicine, DOI: 10.1038/nm.4311

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. rer. nat. Andreas Zimmer
Institut für Molekulare Psychiatrie
Universität Bonn
Tel. 0228/6885300
E-Mail: a.zimmer@uni-bonn.de

Quelle: https://www.uni-bonn.de/neues/128-2017/

Krisenvorsorge mit wenig Geld – was tun, BEVOR es knallt?

Wenn wir uns in der Welt umgucken, sehen wir, das es gute Gründe für Krisenvorsorge gibt – die technisierte Welt in der wir leben, ist leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Der nächste Finanzcrash wird fürchterlich sein. Das Studium früherer Krisenzeiten zeigt, was uns blüht.
Ich kann hier beileibe keine erschöpfende Auskunft zu allen möglichen Details geben. Es ist mehr eine Palette von Themen, die man auf dem Schirm haben sollte.

Mit vernünftiger Vorbereitung gibt es keinen Grund, sich vor einer Krise zu fürchten oder in Panik zu geraten, wenn es so weit ist. Es muß nicht teuer sein, und wenn man erstmal den Grundstein gelegt hat, lebt es sich sehr viel entspannter.
Was kann man tun, um für die Familie zu sorgen, vor allem, wenn man eigentlich kein oder wenig Geld hat?

Die erwähnten Bücher: „Lexikon des Überlebens/Handbuch für Krisenzeiten“ – Anaconda-Verlag. Lexika für eßbare und Heil-Pflanzen, Garten-Ratgeber, Do it yourself-Buch für einfache Reparaturen und Bauvorhaben. In schlechten Zeiten können sie Gold wert sein.
Wer wissen will, was bei längerem Stromausfall alles NICHT funktioniert und wie sich das auswirkt, sei „Blackout“ von Marc Elsberg empfohlen.
Bei Saatgut darauf achten, das es SAMENFEST ist.
Bezugsquelle für gebrauchte Bücher: booklooker.de

Man darf leider nicht darauf hoffen, das – so wie bisher – Stief-Vater Staat oder sonst wer für einen sorgt. Verlassen könnt Ihr Euch nur auf Euch selbst.

 

Quelle : Jenny Friedheim

Weshalb ist Alkohol erlaubt?

Quelle : by Terra X & Harald Lesch
420 Family Germany

Curcumin gegen Alzheimer & Krebs: Gesunde Pflanzenstoffe und ihr Transport in den Körper

Turmeric powder might well be the healthiest spice on Earth. Made by grinding the dried root of the Curcuma longa plant, this ancient superfood

Mit deutscher Sprachübersetzung

institution logo

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim

Kurkuma: Die Inder schwören auf das gelbe Gewürz und sagen ihm heilende Kräfte nach. Es soll vor Krebs schützen und auch dafür sorgen, dass die Alzheimer-Krankheit in Indien weniger verbreitet ist. Wie sich seine Wirkung noch verbessern lässt, das untersucht Dr. Jan Frank von der Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit vier weiteren Wissenschaftlern und fünf Industriepartnern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Verbundforschung mit rund 1,5 Mio. Euro. 462.000 Euro davon gehen nach Hohenheim und machen das Projekt zu einem Schwergewicht der Hohenheimer Forschung.
Ob süß, ob bitter, ob rot, gelb oder grün: Alle Stoffe, die für die Farbe, den Geschmack und den Duft einer Pflanze sorgen, machen sie für den Menschen erst ansehnlich und schmackhaft. Aber sie sind nur das Tüpfelchen auf dem i, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Denn pflanzliche Kost liefert dem Körper in erster Linie Nähr- und Mineralstoffe sowie Vitamine. Im Gegensatz zu diesen primären Stoffen nimmt der Körper sekundäre Pflanzenstoffe nur zu einem geringen Teil auf und scheidet sie schnell wieder aus.

Gelegentlich haben gerade diese Substanzen – neudeutsch Nutraceuticals – eine gesundheitsfördernde Wirkung. „Der Organismus erkennt sie aber als körperfremd und versucht sie gleich wieder loszuwerden“, erklärt Dr. Jan Frank vom Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft der Universität Hohenheim. „Daher arbeiten wir an Strategien, wie wir den Körper überlisten können, damit er die Stoffe stärker aufnimmt oder weniger schnell wieder ausscheidet.“

Das Kurkuma-Gewürz ist ein Gelbwurzextrakt und wesentlicher Bestandteil von Curry-Mischungen. Ihm werden gleich fünf gesunde Eigenschaften zugeschrieben: Es senkt den Cholesterinspiegel, wirkt antioxidativ und ist gut gegen Entzündungen. Außerdem soll es Krebserkrankungen hemmen. Und weil es altersbedingte Veränderungen im Gehirn verlangsamt, könnte es das Risiko senken, an Alzheimer zu erkranken.

Forschung gegen Alzheimer und Tumorwachstum

Genau diese Eigenschaften des Curcumins (gelber Farbstoff aus dem Kurkuma-Gewürz) überprüfen Dr. Frank und vier Wissenschaftler zusammen mit fünf Partnern aus der Industrie. Das Thema „Gesundes Altern und Prävention altersabhängiger Demenzen“ bearbeiten PD Dr. Gunter Eckert von der Universität Frankfurt und die Professoren Gerald Rimbach und Tilman Grune von den Universitäten Kiel und Jena.

Dr. Eckert untersucht, inwiefern sich durch Curcumin altersbedingte Veränderungen von Gehirnzellen aufhalten lassen. Prof. Dr. Rimbach erforscht, ob die schützende Wirkung des Gewürzstoffes von der persönlichen genetischen Ausstattung abhängig ist. Prof. Dr. Grune forscht, wie Fresszellen im Gehirn durch Curcumin aktiviert werden und zur Beseitigung von beschädigten Zellbestandteilen beitragen können. Den vierten Forscher, Dr. Jakob Weißenberger von der Uniklinik Frankfurt, beschäftigt die Frage, wie Curcumin das Wachstum von Gehirntumoren hemmt.

Transportsysteme in den Körper

Dr. Frank untersucht die Transportwege in den Körper hinein: „Die Frage ist: Wie können wir wertvolle Nutraceuticals in den Organismus bringen und dafür sorgen, dass sie dort lange genug verbleiben, um sich positiv auf die Gesundheit auszuwirken? Curcumin ist unsere Modellsubstanz, denn sie ist für ihre geringe Bioverfügbarkeit bekannt. Bei Menschen fand man selbst nach der Einnahme von 12 Gramm Curcumin in Kapselform keine messbaren Mengen des Stoffes im Blut.“

Dr. Frank, der das Gesamtprojekt koordiniert, verfolgt zwei grundlegende Strategien: Tarnen oder Ablenken. „Beim Tarnen verpacken wir die Nutraceuticals“, erläutert der Hohenheimer Forscher. Dabei erforscht er zwei Verpackungsmethoden mit Mizellen und Mikrosinaten.

„Mizellen befinden sich im Darm. Sie dienen als Transportvehikel für die Aufnahme fettlöslicher Nährstoffe. Deren Funktion können wir mit künstlichen, sogenannten Produktmizellen nachempfinden.“ Die Darmstädter AQUANOVA AG ist auf die Herstellung von Produktmizellen spezialisiert und als Industriepartner an dem Verbundprojekt beteiligt.

Die andere Verpackungsmethode: Mikronisate. Das sind poröse Trägerstoffe. Werden Nutraceuticals auf sie aufgebracht, erhöht sich ihre Löslichkeit und sie gelangen leichter in den Körper. Die Firma Raps GmbH & Co. KG aus Kulmbach stellt Mikrosinate her und bringt sie in das Verbundprojekt ein.

Die zweite Strategie heißt Ablenken: „Wir bieten dem Körper andere Stoffe an, die er verstoffwechseln muss. Wir beschäftigen den Körper quasi mit anderen Stoffen und hemmen somit hoffentlich den Abbau und die Ausscheidung unserer Zielsubstanz Curcumin.“

Nahrung mit Gesundheitswirkung

Die neuen Trägersysteme sind im Verlauf des Projektes noch zu entwickeln. Führen sie zu einer verbesserten Bioverfügbarkeit der enthaltenen Wirkstoffe, sollen sie schließlich in Getränken, Fruchtsmoothies und Backwaren verwendet werden. Daher sind die drei weiteren Industriepartner mittelständische Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie: die Bad Vilbeler Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG, die Schwartauer Werke GmbH & Co. KGaA und die Hamburger Kampffmeyer Food Innovation GmbH.

Ihr Ziel ist es, Nahrung mit Mehrwert herzustellen – funktionelle Lebensmittel mit einem zusätzlichen Gesundheitsnutzen für den Endverbraucher. „Bis zur Marktreife solcher funktionellen Lebensmittel haben wir einiges an Arbeit vor uns“, erläutert Dr. Frank. „Wir haben noch zu testen, ob die Bioverfügbarkeit von Nutraceuticals bei jungen und alten Menschen, aber auch zwischen Männern und Frauen unterschiedlich ist.“ Die verbesserte Wirkung der neuen funktionellen Lebensmittel im Vergleich zu herkömmlichen Curcumin-haltigen Lebensmitteln soll in einer Humanstudie untersucht werden.

Hintergrund: Schwergewichte der Forschung

Rund 26 bzw. 32 Mio. Euro an Drittmitteln akquirierten Forscher der Universität Hohenheim allein in den beiden vergangenen Jahren – jeweils rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. In loser Folge präsentiert die Reihe „Schwergewichte der Forschung“ herausragende Forschungsprojekte mit einem Drittmittelvolumen von mindestens einer viertel Million Euro bzw. 125.000 Euro in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Kontakt für Medien:
Dr. Jan Frank, Universität Hohenheim, bis Ende 2010: Fg. Biofunktionalität und Sicherheit der Lebensmittel, ab 2011: Fg. Biochemie der Ernährung,
Tel.: 0711/459-24459, E-Mail: jan.frank@nutrition-research.de

Text: Töpfer


Weitere Informationen:

http://www.nutrition-research.de „zum Projekt“

 

Quelle : http://ganzheit-natur-gesundheit.blogspot.de/p/curcuma-longa.html

 

Krebs und Artemisia annua – Krebszellenaktivität kann in vielen Fällen gestoppt werden

Die etwa 20 Wirkstoffe* von „Artemisia annua var. anamed“, aus dem das Malariamittel Artemisinin gewonnen wird, haben laut zahlreicher Studien diese Ergebnisse gezeigt:

  • Sie sind besonders unter Eisen-II Gabe hochselektiv und wirken auf Krebszellen sehr toxisch
  • In vitro Apoptose von Krebszellen innerhalb 16 Stunden bis zu 97%
  • auf normale Zellen haben sie fast keinen negativen Effekt
  • Auch Krebszellen, die gegenüber chemischen Zytostatika resistent sind, reagieren bzw. werden abgetötet.
  • Störung der Angiogenese
  • Verringerung der Tumorgröße
  • Die meisten Krebsarten und Zelllinien reagieren und sind empfindlich! 
  • Die Wirkstoffe erhöhen oder stellen die Sensitivität gegenüber radiologischer Behandlung wieder her.
  • Das Phytozytostatikum „Artemisia annua“ verträgt sich mit den meisten Chemozytostatika und unterstützt deren Wirkung, aber nicht mit allen; bitte vorher klären!
  • Langzeitwirkung lag bei 60%, in vitro 100% Henry Lai, Narendra Singh, Washington University, 2002 

In Artemisia annua enthaltene Stoffe*:

Sesquiterpenlacton Artemisinin (Qinghaosu) 

Sesquiterpenderivate wie z. B. die Arteannuinsäure kommen in
Arteannuin B vor, bei denen es sich evtl. um Vorstufen in der Biogenese des Artemisinins handelt
Dihydroartemisinin
Artesunat (12a-Succinat von Artemisinin)
Artemether
Arteether
Sesquiterpenlactone (Dihydro-epideoxyarteannuin B und Deoxyartemisinin)

Sonstige Verbindungen:
methoxylierte Flavonoide = Artemetin, Chrysosplenetin oder Eupatorin

Cumarin, Menthol, Thymol, Beta-Sitosterol

Wirkungsmechanismus von Artemisia

Der Wirkungsmechanismus ist äußerst bemerkenswert. Artemisia annua enthält ein chemisch stabiles Peroxid, was es nach den chemischen Grundregeln gar nicht geben kann. Plasmodien und auch Krebszellen enthalten 10-1000 mal mehr Eisenionen im Vergleich zu normalen Zellen. Dieses Eisen „zerbricht“ das Peroxid, welches sich sofort in zwei sehr aggressive freie Radikale verwandelt und die betroffene Zelle rasch abtötet. Einfach ausgedrückt: die Krebszelle wird von innen her massiv oxidiert und stirbt. Grundsätzlich kann jede Krebsart mit Artemisia annua behandelt werden, sehr langsam wachsende Krebszellen mit geringem Eisengehalt werden ev. nur mäßig oder kaum angegriffen.


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Quelle : http://ganzheit-natur-gesundheit.blogspot.de/search?updated-min=2015-01-01T00:00:00-08:00&updated-max=2016-01-01T00:00:00-08:00&max-results=1

 

Zehn Heilpflanzen für Lungen und Atemwege

Heilpflanzen für die Lungen und Bronchien sind wichtiger denn je. Denn Infektionen der Atemwege scheinen immer hartnäckiger zu werden, und es dauert immer länger, bis Betroffene von ihren zahlreichen Symptomen vollständig geheilt sind – auch dann, wenn Medikamente eingenommen werden. Heilkräuter lindern nicht nur die Symptome, sondern stärken die Atemwege und können sogar bestehende Schäden an der Lunge wieder reparieren. Nachfolgend stellen wir Ihnen 10 der besten Heilpflanzen vor, die Ihre Lungengesundheit deutlich verbessern können.


Kräuter für die Atemwege

Enthält Ihre Hausapotheke auch genügend Kräuter für den Fall einer Erkältung oder einer Bronchitis? Wenn Sie sich bei Erkrankungen der Atemwege nämlich in die Hände der Schulmedizin begeben, erhalten Sie nicht selten Antibiotika. Damit aber gehen Sie nicht nur das Risiko ein, unter den vielen verschiedenen antibiotikatypischen Nebenwirkungen leiden zu müssen (Störung der Darmflora, Pilzinfekte, Schwächung des Immunsystems).

Auch wird es Ihnen auf diese Weise sehr schwer fallen, die Selbstheilkräfte des Organismus anzukurbeln. Dann aber bleiben Sie weiterhin anfällig und schwach – und beim nächsten Infekt sind Sie wieder unter den ersten, die es erwischt.

Hat Sie überdies ein Virusinfekt ereilt – wie bei Erkältungen und Grippe üblich – dann wirken Antibiotika nur wenig, denn Antibiotika schießen auf Bakterien, aber nicht auf Viren. In diesem Falle können Antibiotika lediglich etwaige parallel auftretende bakterielle Sekundärinfektionen lindern, wie z. B. Nebenhöhlen-, Mittelohr- oder Lungenentzündungen. Das Virus selbst aber bleibt unberührt.

Die vielen Heilwirkungen der Heilpflanzen

Im Gegensatz zu allopathischen Mitteln (Antibiotika & Co.) wirken Heilpflanzen auf ganz andere Weise. Zwar können teilweise auch sie Bakterien töten. Doch enthalten Heilpflanzen – im Gegensatz zu Antibiotika – nicht nur antibakteriell wirkende Stoffe, sondern daneben auch sekundäre Pflanzenstoffe mit noch vielen anderen ganz unterschiedlichen Wirkungen.

So gibt es Pflanzenstoffe, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Andere lösen und verflüssigen Schleim, wieder andere entkrampfen (bei Husten wichtig) und die nächsten fördern die Regeneration der Schleimhäute. Wenn man überdies gezielt verschiedene Heilpflanzen miteinander kombiniert, kann man alle diese Heilwirkungen gleichzeitig abdecken.

Eine Heilpflanze kann also den Infekt der Atemwege auf vielen Ebenen gleichzeitig beeinflussen und bessern, während Antibiotika einfach nur Bakterien bekämpfen, ohne den Körper zu heilen.

1. Süßholzwurzel für die Lungen
Süßholzwurzelstöcke Stockfoto

Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) zählt mit Sicherheit zu den am weitesten verbreiteten Heilpflanzen der Welt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin taucht sie in weitaus mehr Rezepten und Therapien auf als jedes andere Heilkraut – was daran liegt, daß man vom Süßholz annimmt, es könne die Wirkungsweise aller anderen Heilpflanzen harmonisieren.

  • Süßholz wirkt sehr pflegend auf die Schleimhäute, so das diese im Rachen und vor allem in der Lunge und im Magen geschmeidig bleiben.
  • Süßholz reduziert Infekte im Hals und weist bei trockenem Husten schleimlösende Eigenschaften auf. Für die Schleimlösung im Bereich der Atemwege sind die im Süßholz enthaltenen Saponine verantwortlich – sie ermöglichen es dem Körper, den gelösten Schleim abzuhusten.
  • Süßholz lindert den Hustenreiz, denn es lindert Krämpfe in den Bronchien.
  • Süßholz wirkt entzündungshemmend, da es freie Radikale blockiert und dadurch entzündungsbedingte Verhärtungen der Atemwege verhindert.
  • Süßholz bekämpft Bakterien und Viren.
  • Süßholz enthält Glycyrrhizin und Flavonoide – sekundäre Pflanzenstoffe – die bei der Prävention von Lungenkrebs und sogar im Kampf gegen den Krebs helfen.

Süßholz: Die Zubereitung

Wird ein reiner Süßholztee zubereitet, dann empfiehlt es sich 2 EL Süßholz in 500 ml kaltem Wasser aufzukochen, 20 – 30 Sekunden kochen zu lassen, dann abzugießen und in eine Thermoskanne zu füllen. Den Tee trinkt man jetzt auf drei bis fünf Tassen über den Tag verteilt. Gemischt mit Kamille ist es auch ein hervorragender Tee für einen kranken Magen, z. B. bei Gastritis.

Will man das Süßholz mit anderen lungenfreundlichen Kräutern mischen, überbrüht man die Mischung (1 TL pro 150 ml) wie bei Tee üblich mit kochendem Wasser und läßt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen, kocht also nicht auf.

2. Huflattich: Ein idealer Hustenstiller
Huflattich1.jpg

Der Huflattich (Tussilago farfara) wurde viele tausend Jahre traditionell von den amerikanischen Ureinwohnern verwendet, um die Lunge zu stärken und überschüssige Schleimmengen aus der Lunge und den Bronchien zu entfernen. In der Lunge wirkt die Pflanze beruhigend auf die Schleimhäute, was auch in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen wurde, in denen sich der Huflattich als hilfreich bei Asthma, Husten, Bronchitis und anderen Lungenerkrankungen erwiesen hat.

In einer chinesischen Studie vom Oktober 2015 konnte man im Huflattich (in der Blütenknospe) vier Wirkstoffe identifizieren, die alle einen sehr starken hustenstillenden, entzündungshemmenden und schleimlösenden Effekt hatten. Der Huflattich ist in getrockneter Form (als Tee) oder als Alkoholextrakt (d.h. als Tinktur) erhältlich.

Huflattich: Die Zubereitung

1 TL getrocknete Huflattichblätter oder Blüten mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, dann abgießen. Huflattich sollte immer nur kurweise eingesetzt werden, also nicht länger als vier bis sechs Wochen – und dies nicht öfter als ein Mal im Jahr. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte der Huflattich ganz gemieden werden. Ebenfalls Leberkranke. Grund sind die im Huflattich enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide.

3. Cannabis: Wirksames Arzneimittel bei Asthma
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Cannabis ist die Hanfpflanze. Während die Hanfsaat (die für Müslis, Smoothies, Brot etc. verwendet wird), das Hanföl und auch das Hanfblattpulver aus THC-freien Sorten gewonnen werden, ist es genau dieser Stoff, den man bei Atemwegserkrankungen nutzen kann.

THC gehört zu den sog. Cannabinoiden (Cannabidiol CBD), die viele medizinische Wirkungen haben. In Bezug auf die Atemwege – wie z. B. bei Asthma oder auch bei Nasennebenhöhlenentzündungen – sind es besonders die bronchienerweiternden, entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften, auf die es ankommt und die die Atemwege befreien.

Da das Rauchen bei Asthma eher nicht empfehlenswert ist, gibt man die gut zerriebenen Pflanzenteile in einen sog. Vaporizer – ein kleines Gerät, das es in vielen Ausführungen gibt und das ursprünglich für die Aromatherapie entwickelt wurde. Es erhitzt getrocknete Pflanzenteile so stark, das deren Wirkstoffe verdampft werden.

Der Dampf wird dann eingeatmet. Vorteil zum Rauchen: Es entstehen nicht die bei der Verbrennung üblichen Giftstoffe, so das man nahezu ausschließlich in den Genuß der medizinischen Stoffe gelangt.

Das Inhalieren der verdampfenden Cannabinoide sorgt nicht nur für Linderung bei Asthma, sondern auch für eine nachweisliche Besserung bei Schmerzzuständen, Krebs, psychischen Problemen wie Angstzuständen und Depressionen und vielen Beschwerden mehr.

Allerdings ist die Beschaffung von THC-haltigem Cannabis (auch Gras, Weed oder Marihuana genannt) nicht einfach. Wer Cannabis zur Verbesserung seines Gesundheitszustandes nutzen will, sollte sich daher zunächst nach den in seinem Land geltenden Gesetzen erkundigen. In manchen Ländern ist der Anbau einiger Pflanzen für den Eigenbedarf möglich. Saatgut von THC-reichen Sorten und Anleitungen zum Anbau gibt es im Internet.

4. Thymian: Spezialist für die Lungen und Atemwege
Thyme isolated on white background.

Thymian (Thymus vulgaris) ist eine mächtige Waffe im Kampf gegen verstopfte Atemwege und verschleimte Bronchien. Im Thymian befinden sich äußerst wirksame antiseptische ätherische Öle, die als natürliche Antibiotika eingestuft werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Antibiotika besitzt Thymian – z. B. als Tee – jedoch die Fähigkeit, sowohl bei Bakterien als auch bei Viren Wirkung zu zeigen.

Kein Wunder wird der Thymian seit der Antike als Lungenmedizin verwendet und findet auch heute noch häufig Einsatz in der Prävention sowie der Therapie von Infektionen der Atemwege – ob Bronchitis, Halsschmerzen oder Lungenentzündungen.

Details zum Thymian finden Sie hier: Thymian – Der Spezialist für Erkältungen

Thymian: Die Zubereitung

Für einen Thymiantee übergießen Sie 1 – 2 TL Thymiankraut mit 200 ml kochendem Wasser und gießen den Tee nach 5 bis 10 Minuten ab, wovon täglich 2 bis 4 Tassen getrunken werden können.

Auch eine Thymiantinktur kann zum Einsatz kommen. Dosiert wird sie nach den Einnahmeempfehlungen des Herstellers. Macht man sich die Tinktur selbst, nimmt man 3-mal täglich 20 bis 30 Tropfen. Wie Sie eine Thymiantinktur selbst herstellen können, lesen Sie hier: Tinkturen selbst gemacht

5. Echter Alant: Schleimlösend und hustenstillend Echter Alant, Helenenkraut (Inula helenium) eine alte Zier- und Heilpflanze 

Eichenrinde geschnitten

Vom Echten Alant (Inula helenium) wird die Wurzel verwendet. Sie riecht in frischer Form nach Banane, getrocknet dann nach Weihrauch oder ein bischen nach Vanille mit Kampfergeschmack. Der Alant ist eine alte Heilpflanze, die schon in sehr frühen Zeiten bei verschleimten Atemwegen und zur Stärkung der Lungenfunktion eingesetzt wurde – ob in Europa, Nordamerika oder Asien.

Die Pflanze gilt aufgrund ihrer antibiotischen, schleimlösenden und krampflindernden Wirkungen bei Lungenproblemen als ideale Heilpflanze für Menschen, die an Bronchitis, Erkältungen, Atemnot, Brustschmerzen und Reizhusten leiden. Der Alant erweitert die Atemwege, entspannt die Bronchien und läßt wieder gut durchatmen. Man kann die Alantwurzel auch mit anderen Heilpflanzen für die Atemwege mischen, z. B. mit Thymian und der Primelwurzel (Mischungsverhältnis 4 : 3 : 1).

Alant: Die Zubereitung

Da die Alantwurzel eine sog. „harte Droge“ mit ätherischem Ölgehalt ist, stellt man aus ihr ein Infusmazerat her. Auf diese Weise gelingt es, möglichst viel ihrer Wirkstoffe im Tee zu lösen. Ein gehäufter Teelöffel der zerkleinerten Alantwurzel wird dazu mit kochendem Wasser übergossen. Dann läßt man den Tee bis zum Erkalten ziehen. Anschließend kann er wieder schonend erwärmt und schluckweise getrunken werden – und zwar drei Tassen täglich über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen.

Echter Alant ist jedoch auch in Form von Tinkturen erhältlich, oder man macht sich die Tinktur, wie schon beim Thymian erwähnt, einfach selbst. Beim Echten Alant kommt es gelegentlich zu allergischen Reaktionen, so das empfindliche Personen vorsichtig sein sollten.

6. Eukalyptus: Befreit die Nebenhöhlen

Eukalyptus-Blätter  Eukalyptus-Blätter Lizenzfreie Stockfotos
 Eukalyptusblätter Stockfotos

Heimisch ist der Eukalyptus bekanntlich in Australien und erfreut dort die Koalabären. Der Eukalyptus ist ein sehr schnell wachsender Baum (bis zu 2 Meter pro Jahr), der mächtige Stämme entwickelt und häufig sogar nach Buschbränden wieder austreibt. Sein lebensfrohes und erfrischendes Aroma weist bereits auf den Haupteinsatzbereich des Eukalyptus hin: Krankheiten der Atemwege und der Lungen.

Die Pflanze verbessert den Zustand der Atemwege und lindert Beschwerden im Rachenbereich. Der Eukalyptus ist gar so stark wirksam, daß er auch gegen Bakterien (Stapyhlococcus aureus) wirkt, die bei Antibiotika längst resistent sind. Auch ist bekannt, daß der Eukalyptus sehr gut bei Pilzerkrankungen helfen kann – ob im Darm oder auch auf der Haut. Und zuguterletzt kann man das Öl auch in schmerzende Rheumastellen einreiben, da es analgetisch (schmerzlindernd) wirkt.

Heutzutage ist der Eukalyptus ein Hauptbestandteil vieler Hustensäfte. Verantwortlich für seine gute Wirkung auf die Lungengesundheit ist der Stoff Cineol.

Cineol wirkt schleimlösend und hustenstillend, beseitigt Verstopfungen in den Nasennebenhöhlen und beruhigt Entzündungen, wo auch immer sie sich in den Atemwegen aufhalten. Ein zusätzlicher Bonus besteht darin, daß Eukalyptus große Mengen an Antioxidantien enthält, und daher das Immunsystem im Kampf gegen Erkältungen und andere Erkrankungen optimal unterstützen kann.

Eukalyptus: Die Zubereitung

2 TL getrocknete und fein zerstoßene Eukalyptusblätter werden mit heißem Wasser (150 bis 200 ml) aufgegossen. Man läßt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen, gießt ihn ab und trinkt ihn sodann in kleinen Schlucken. Bis zu 5 Tassen pro Tag kann man davon bei akuten Erkrankungen trinken. Der Tee kann auch gegurgelt werden, z. B. bei Halsschmerzen. Noch besser ist es, wenn man den Eukalyptus mit Thymiankraut und Anisfrüchten kombiniert (Verhältnis 1 : 1 : 1).

Allerdings ist ein solcher Eukalyptustee weitaus weniger wirksam als das ätherische Öl des Eukalyptus. Man kann das Eukalyptusöl inhalieren, entweder mit Hilfe eines Inhalators oder aber auch das Öl auf ein Tuch oder Duftstein tröpfeln und dann einatmen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte das ätherische Eukalyptusöl nicht angewandt werden.

Ätherisches Eukalyptusöl gibt es auch in Kapselform. Denn es wirkt nicht nur direkt über das Einatmen, sondern auch über die Verdauungsorgane. Eukalyptusölkapseln erhalten Sie in jeder Apotheke.

7. Königskerze: Schützt die Lungen und Atemwege vor Austrocknung Schwarze Königskerze

Sowohl die Blüten als auch die Blätter der Königskerze (Verbascum) werden dazu verwendet, Pflanzenextrakte herzustellen, die sich positiv auf die Lungen auswirken. Die Königskerze wird von Naturheilkundlern dazu eingesetzt, überschüssigen Schleim aus der Lunge zu befördern, die Bronchien zu säubern und Entzündungen zu lindern, die sich in den Atemwegen festgesetzt haben.

Die Königskerze wirkt außerdem bei trockenen und gereizten Schleimhäuten reizlindernd. Sie enthält Pflanzenschleimstoffe, die sich schützend auf die Atemwege legen. Quälender Hustenreiz oder Kratzen im Hals verschwinden. Die Schleimstoffe der Königskerze schützen auch vor trockener und staubiger Luft, vor Autoabgasen und Zigarettenrauch.

Außerdem verhindern sie, daß sich Bakterien auf den Schleimhäuten niederlassen können. Die Königskerze schmeckt mild und angenehm und wird auch von Kindern gerne gemocht.

Königskerze: Die Zubereitung

Bei der Königskerze kann man in der Zubereitung sehr variieren und damit auch die gewünschten Wirkungen erzielen. Heilpraktikerin und Heilpflanzenexpertin Ursel Bühring erklärt, daß ein lauwarmer Aufguß beispielsweise reizlindernd wirkt (30 Minuten ziehen lassen), während ein heißer Aufguß auswurffördernd wirkt (10 Minuten ziehen lassen). Anschließend muß der Tee durch ein sehr feines Sieb gegossen werden, um die Härchen der Königskerze auszufiltern. Für 1 Teelöffel getrocknete Königskerzenblüten nimmt man 150 ml Wasser.

8. Salbei: Heilend bei entzündeten Schleimhäuten

Salbei (Salvia officinalis) ist eine der grossartigsten Heilpflanzen unseres Planeten. Daher auch der mittlerweile bekannte Spruch: „Warum sollte jemand sterben, wenn der Salbei in seinem Garten wächst?“ Der Salbei enthält viele verschiedene Stoffe, die heilend wirken.

In Sachen Atemwege sind es einerseits die ätherischen Öle, wie Thujon, Cineol und Kampher, die antibakteriell wirken und gleichzeitig frei durchatmen lassen. Andererseits stecken im Salbei Gerbstoffe (Terpene), die entzündungshemmend, heilfördernd, antiseptisch und auch schmerzlindernd wirken.

Bei Halsschmerzen und anderen Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut ist der Salbei die unbestrittene Nummer Eins. Selbst bei Zahnfleischproblemen ist er hervorragend einzusetzen. Einfach ein Blättchen um den Finger wickeln und damit mehrmals täglich das Zahnfleisch massieren.

Allerdings sind es gerade die Gerbstoffe, die dafür sorgen, daß der Salbei bei Reizhusten nicht ideal ist. Er würde die Schleimhäute noch weiter austrocknen – oder aber man kombiniert ihn mit einer Schleimstoffdroge, wie z. B. der Königskerze, die wiederum die Schleimhäute schützt, so daß man in den Genuß beider Heilpflanzenwirkungen gelangen kann.

Salbei: Die Zubereitung

Für Salbeitee 1 TL getrocknete und zerstoßene Salbeiblätter mit kochendem Wasser übergießen (150 ml), 10 Minuten ziehen lassen, dann abgießen und langsam trinken oder bei Halsschmerzen mehrmals täglich damit gurgeln.

Den Tee oder die ätherischen Salbeiöle kann man bei Husten, Nasennebenhöhlenentzündungen, Schnupfen und anderen Atemwegs- oder Lungenbeschwerden auch wunderbar inhalieren.

9. Pfefferminze

Die Pfefferminze (Mentha × piperita) – und insbesondere das ätherische Pfefferminz-Öl – enthalten Menthol, das den Atem wieder frei fließen läßt. Hierbei handelt es sich um ein beruhigendes ätherisches Öl. Es entspannt die feinen Muskeln der Atemwege, wirkt krampflösend und angenehm kühlend.

Die Pfefferminze enthält neben Menthol noch weitere ganz unterschiedliche Bestandteile, wie z. B. Menthon, Menthylacetat, Menthofuran und Cineol. Auch kleinere Mengen Limonen, Pulegon, Caryophyllen und Pinen sind enthalten.

Im Zusammenspiel mit histaminhemmenden Stoffen wird die Pfefferminze somit zu einem hervorragenden, abschwellenden, krampflösenden und befreienden Mittel, das man sich gerne in den entsprechenden Zubereitungen auf die Brust reibt (z. B. 1 Tropfen ätherisches Öl in 1 TL flüssiges Kokosöl geben), um bei Erkältungen wieder frei atmen zu können. Doch helfen natürlich auch der Pfefferminztee und noch viel besser das ätherische Pfefferminzöl.

Wie schon beim Eukalyptus erklärt, so sollten auch Pfefferminzpräparate bei Säuglingen und Kleinkindern nicht angewandt werden.
(Pfefferminze kann in schwacher Ausführung als Tee auch für Säuglinge und Kleinkinder genommen werden – Teebeutel rein ins heiße Wasser, von 1-7 zählen – bei Säuglingen von 1 – 4 höchstens 5, Beutel raus und abkühlen lassen! eig. Anm.)

Pfefferminze: Die Zubereitung

1 TL getrocknete und zerstoßene Minzblätter mit kochenden 150 ml Wasser übergießen und ca. 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Dann abgießen und langsam trinken. Vom Pfefferminzöl gibt man 3 bis 4 Tropfen in ½ Liter heißes Wasser und inhaliert den aufsteigenden Dampf.

10. Vogelknöterich: Die Lungen stärken mit Kieselsäure Datei:Vogel-Knoeterich.JPG

Der Vogelknöterich (Polygonum aviculare) ist nicht nur eine sehr unscheinbare Pflanze, er ist auch noch sehr unbekannt, was seinen Einsatz als Heilpflanze für die Lungen betrifft. Es ist der hohe Kieselsäuregehalt, der sich auf das Lungengewebe resistenzsteigernd auswirken soll. Verwendet man allein den Vogelknöterich bei akuten Atemwegserkrankungen, ist seine Wirkung eher schwach. Er sollte in diesem Fall daher anderen Lungenkräutern beigemischt werden (z. B. einer Mischung aus Süßholz, Anis, Thymian und Königskerze).

Will man aber vorbeugend die Lungen und Bronchien stärken oder dies bei chronischen Lungenkrankheiten tun, dann kann man den Vogelknöterich langfristig (über viele Monate hinweg) zur Resistenzsteigerung der Atemwegsorgane einsetzen und allein vom Vogelknöterich täglich 3 Tassen trinken.

In einem historischen Rezept wird der Vogelknöterich (6 Teile) zu diesem Zweck mit anderen kieselsäurehaltigen Heilpflanzen gemischt, nämlich mit dem Ackerschachtelhalm (3 Teile) und dem Hohlzahnkraut (2 Teile). Das Mengenverhältnis haben wir in Klammern angegeben.

Vogelknöterich: Die Zubereitung Vorschaubild der Version vom 3. November 2013, 19:53 Uhr

3 TL der getrockneten und zerkleinerten Pflanzen werden 10 – 12 Stunden (über Nacht) in kaltes Wasser gelegt (450 ml). Anschließend kocht man auf und lässt bis zu 30 Minuten sanft köcheln, damit sich die Kieselsäure lösen kann.

Heilpflanzen für Lungen und Atemwege

Natürlich gibt es noch viel mehr Heilpflanzen für die Lungen und Atemwege. Doch haben in der Hausapotheke sowieso nicht alle einen Platz. Und die Wirkung wird nicht besser, wenn Sie 20 Pflanzen statt nur fünf zusammenmischen. Also suchen Sie sich besser einige der wichtigsten aus und konzentrieren Sie sich auf diese.

Sie werden sehen, Ihre Atemwegsbeschwerden werden nachlassen – ob diese nun akut oder bereits chronisch sind. Und denken Sie an die vorbeugende und stärkende Wirkung der Kieselsäurepflanzen, damit Sie in Zukunft nicht mehr so anfällig für Bronchitis, Schnupfen und Co sein werden.

Quellen:

Quelle und gefunden bei : https://www.zentrum-der-gesundheit.de/heilpflanzen-fuer-die-lungen-ia.html