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Wissen Sie, welche Krankheiten mit Zitrone und Pfeffer behandelt werden können?

Seit Jahrtausenden behandeln die Menschen eine Vielzahl von Problemen mit einer einfachen und erschwinglichen Medizin: Zitrone, Salz und Pfeffer.

Zitrone gehört zum herbstlichen Eisenrepertoire zur Stärkung des Immunsystems. Nur wenige wissen, dass Zitrone auch im Frühjahr sehr nützlich ist, wenn der Winter vorbei ist, aber morgens und abends ist es noch kalt. Zitrone wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und stimulierend. Wenn wir auch Pfeffer und Salz hinzufügen, bekommt eine Mischung plötzlich auch viele Antioxidantien und Flavonoide.

Halsentzündung

Wenn wir die Zitrone auspressen, eine Prise Salz und Pfeffer hinzufügen (Cayennepfeffer wird empfohlen) und alles mit lauwarmem Wasser vermischen, erhalten wir ein Getränk, das sehr wirksam gegen Halsentzündungen ist. Saurer Geschmack hilft bei der Beseitigung von Schleim, während Pfeffer ein gutes Antiseptikum, ein gutes Antioxidans und eine reiche Quelle von Vitamin C ist.

Übelkeit

Starker Geruch und scharfer Geschmack der Zitrone reduzieren die Symptome von Übelkeit, die durch unsachgemäße Verdauung entstehen können. Darüber hinaus verhindert Cayennepfeffer Magensekrete, und das Salz löst eine gewisse Menge an toxischen Substanzen. Wir müssen nur aufpassen, dass wir es nicht mit Salz übertreiben. Eine Prise pro Tag genügt. Wenn wir mehr verwenden, wird das überschüssige Salz im Körper zurückgehalten. Darüber hinaus bleibt das Wasser auch im Körper, was bedeutet, dass die Mechanismen der Körperreinigung nicht effektiv genug sind und zu einer noch größeren Schwäche beitragen.

Nasenprobleme

Salzlösungen sind bei der Entlastung von Nebenhöhlen sehr willkommen, da sie helfen, Schleim zu entfernen. Unser Zustand verbessert sich durch einfaches Einatmen der Dämpfe von Wasser, Zitrone, Pfeffer und Salz. Allerdings müssen wir darauf achten, dass der Zitronensaft nicht in die Nase gelangt, da er die Schleimhaut schädigen könnte.

Kräutermumue sagt danke!

Entspannen Sie mit Gewürznelken

Gewürznelke ist aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken. Sie gibt Gerichten eine exotische und intensive Note. Doch ist sie auch ein wichtiges Heilmittel. Gewürznelken beruhigen Magen und Darm, entspannen die Nerven, beugen Herzleiden vor und wirken schmerzstillend bei Menstruationsbeschwerden und Zahnschmerzen.

Die Bezeichnung „Nelke“ ist auf das Wort „Näg(e)lein“ zurückzuführen. Denn die Gewürznelke ähnelt in ihrer Form einem kleinen Nagel. Dabei handelt es sich um die noch ungeöffneten Blüten des Gewürznelkenbaumes. Die Äbtissin Hildegard von Bingen nannte die Blütennägel zum ersten Mal Nelken. Mit der Zierblume Nelke ist die Gewürznelke nicht verwandt. Denn sie stammt aus der Familie der Myrtengewächse, zu der auch andere aromastarke Pflanzen wie Eukalyptus, Myrte und Teebaum gehören.

Der Gewürznelkenbaum wird heute auf den Molukken, den Philippinen, in Malaysia und an der ostafrikanischen Küste kultiviert. Der immergrüne Baum enthält in allen Pflanzenteilen ein aromatisch duftendes ätherisches Öl. Arzneilich verwendet werden die getrockneten Blütenknopsen und das daraus sowie aus Blättern und Rinde gewonnene ätherische Öl. Den darin enthaltenen Gerbstoffen und ätherischen Ölen (vor allem dem Eugenol) werden die heilenden Wirkungen zugeschrieben.

Die Gewürznelke wirkt desinfizierend und keimtötend, deshalb wurde sie seit dem Mittelalter bei Epidemien wie Pest und Cholera eingesetzt. Viele Ärzte trugen beispielsweise Ketten mit Gewürznelken um den Hals oder kauten Gewürznelken, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Speziell im Mund- und Rachenraum hemmen sie das Wachstum von Krankheitserregern. Bei lokaler Anwendung betäuben sie sogar Zahnschmerzen. Nelken beruhigen darüber hinaus den Magen- und Darmtrakt, beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und entspannen den weiblichen Unterleib bei Menstruationskrämpfen. Auch die Psyche wird sanft stimuliert. In der letzten Zeit wurden dem Eugenol in einigen Studien entzündungs- und krebshemmende sowie schmerzlindernde Wirkungen zugeschrieben.

Auf der ganzen Welt werden Gewürznelken zum Würzen von Getränken, Fruchtsäften, eingemachtem Obst, Kompott und Gebäck verwendet. Gewürznelken zeigen eine verdauuungsfördernde und blähungslösende Wirkung, wenn sie etwa mit Sauerkraut, Rotkohl oder stark zwiebelhaltigen Speisen zusammen gekocht werden. Auch in die Wildbeize oder den winterlichen Glühwein gehören traditionell einige Nelken. In der Weihnachtszeit werden Orangen mit Nelken gespickt, damit sie gemeinsam ihr angenehmes Aroma verströmen.

 

So bereiten Sie einen Nelkentee zu

Zerstoßen Sie drei Gewürznelken in einem Mörser und geben Sie diese in einen 1/4 l Wasser. Lassen Sie den Tee einmal aufkochen und 20 Minuten zugedeckt ziehen. Danach seihen Sie ihn ab und trinken die Hälfte des Tees gleich – am besten auf nüchternen Magen. Die andere Hälfte nehmen Sie später am Tag zu sich. Dieser Tee wirkt stimmungsaufhellend, beruhigend und schmerzlindernd.

So bereiten Sie einen entspannenden indischen Gewürztee zu:
Geben Sie 5 TL Assamtee, 2 Gewürznelken, 1/2 Zimtstange, 1/2 l Wasser, 1/2 l Milch und etwas Kandiszucker in einen Topf. Bringen Sie diese Mischung zum Kochen und lassen Sie sie 10 Minuten leicht köcheln. Seihen Sie den Tee durch ein Sieb ab und süßen ihn nach Belieben noch einmal nach.

In der Apotheke erhalten Sie Nelkenöl, das Sie beispielsweise in Ihr Badewasser geben können. Zu den Fertigpräparaten, in denen Gewürznelken enthalten sind, zählen beispielsweise Salviathymol®N und Sedative Bombastus® (gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum) sowie Gastrofunkten® und esto-gast®. Kaufen Sie am besten auch Ihre Gewürznelken für die Küche in der Apotheke, denn hier wird Ihnen eine gute Qualität garantiert.

Gewürznelken bekämpfen Zahnschmerzen
Bei akuten Zahnschmerzen und Infektionen im Mundraum kauen Sie einige Minuten lang ein bis zwei Gewürznelken. Sie können auch eine Gewürznelke so lange gegen den schmerzenden Zahn drücken, bis Sie weniger Schmerzen spüren.

 

Quelle : Sylvia Schneider, FID Verlags GmbH , Newsletter Hausmittel