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Großmutters Pflegetipps für Ihr Haar

Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf chemische Haarpflegemittel. Viele strapazieren ihr Haar auch selbst mit Färben, Föhnen, Glätten und Hochsteckfrisuren. Da helfen Großmutters Rezepturen mit haut- und haarverträglichen Rohstoffen zur täglichen Haarpflege. Die Natur liefert die besten Ausgangszutaten dafür.

Probieren Sie beispielsweise einmal diese sanfte Kräuterspülung:
Bringen Sie 2 Tassen Wasser zum Kochen und übergießen Sie damit 1 TL getrocknete Brennnessel, 1 TL getrocknete Königskerze und 1 TL Zinnkraut (Sie bekommen alle Kräuter in der Apotheke). Lassen Sie den Sud 10 Minuten ziehen und seihen Sie ihn dann ab. Massieren Sie ihn in Ihr Haar ein, sobald er genügend abgekühlt ist. Lassen Sie die Kräuterspülung rund 3 Minuten einwirken und spülen Sie sie dann wieder aus. Diese Spülung regt die Durchblutung der Kopfhaut an, wirkt entspannend und entzündungshemmend.

Weich und seidig wird Ihr Haar übrigens, wenn Sie 1/8 l Vollmilch hinein massieren, diese 15 Minuten wirken lassen und dann ausspülen.

 

Mit diesen natürlichen Mitteln und Pflanzen verleihen Sie Ihrem Haar Farbe

Efeu färbt Ihr Haar dunkelbraun. Übergießen Sie etwa 30 mittelgroße, getrocknete Blätter (Apotheke) mit einem Liter kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen, nach der normalen Haarwäsche mit dem lauwarmem Aufguss gründlich spülen, dabei kräftig durchkneten, dann die Haare wie gewohnt frisieren.

Henna färbt Ihr Haar dunkelbraun bis schwarz oder rot. Vermischen Sie 100 g schwarzes oder rotes Hennapulver (Bioladen, Drogerie) mit 3 EL Olivenöl und 1 Eigelb gründlich, mischen dies mit einer Tasse schwarzem Tee auf und rühren einen Brei an. Lassen Sie diesen 5 Minuten ziehen und arbeiten Sie ihn dann ins trockene Haar ein. Lassen Sie die Paste je nach gewünschtem Ergebnis 1/2 bis 2 Stunden einwirken, danach wie gewohnt waschen.

Kamille/Zitrone hellen Ihr Haar auf und verleihen hellem Haar einen goldenen Glanz. Lassen Sie 40 g römische Kamille (Apotheke) mit 1 knappen Liter Wasser 3-mal aufkochen und seihen die Flüssigkeit dann durch ein Baumwolltuch (Windel) ab. Zusammen mit dem Saft einer Zitrone (am besten strähnchenweise) in das gewaschene, handtuchtrockene Haar einmassieren, antrocknen lassen, nicht ausspülen, dann wie gewohnt weiter frisieren.

Lorbeer
verleiht dem Haar einen Rotstich. Kochen Sie eine Hand voll Lorbeerblätter mit 1 l Wasser auf, die Flüssigkeit dann abkühlen lassen und abseihen. Spülen Sie nach der gewohnten Haarwäsche Ihre Haare aus und danach mehrmals mit der Lorbeer-Mischung (die Mischung dabei immer wieder in einer Schüssel auffangen). Die Mischung nicht mehr auswaschen.

Salbei gibt dem Haar einen dunkelbraunen Schimmer. Bringen Sie einen Liter Wasser mit 10 g getrockneten Salbeiblättern zum Kochen und lassen Sie den Aufguss eine Viertelstunde ziehen. Dann seihen Sie ihn ab und waschen Ihre Haare wie gewohnt, danach spülen Sie sie. Haare nun mehrmals lauwarm mit der Salbeimischung spülen, nicht auswaschen.

 

Walnuss lässt Ihr Haar kastanienbraun leuchten. Überbrühen Sie 40 g grüne Walnussschale (Apotheke oder vom Baum) mit 0,2 l Wasser und lassen dies 10 Minuten ziehen, bevor Sie die Flüssigkeit abseihen und abkühlen lassen. Vermischen Sie sie mit 60 g reinem Alkohol. Spülen Sie Ihre Haare nach dem Waschen und Ausspülen mehrmals damit(aufpassen, dass nichts in die Augen kommt), nicht ausspülen, danach noch eine Frisierpflege ins Haar geben, denn der Alkohol trocknet das Haar etwas aus.

 

Diese natürlichen Mittel aus Großmutters Trickkiste pflegen Ihr Haar

Bier festigt Ihr Haar und bringt es zum Glänzen. Spülen Sie Ihre Haare nach der üblichen Haarwäsche mit einer kleinen Flasche Bier spülen, dabei das Bier gründlich im Haar verteilen und nicht mehr ausspülen.

Ei glättet die Haare und stärkt die Schuppenschicht. Mischen Sie ein Eigelb mit einigen Spritzern Zitrone, geben Sie die Mischung auf das frisch gewaschene, handtuchtrockene Haar und lassen Sie sie eine halbe Stunde einwirken, bevor Sie Ihr Haar sehr gründlich sehr gründlich auswaschen.

Kokos glättet spröde und vom Färben strapazierte Haare. Lösen Sie 1 EL Kokosöl in 3 EL Sahne auf und kneten Sie die Mischung ins feuchte Haar. Lassen Sie dies eine halbe Stunde unter einem vorgewärmten Handtuch einziehen und spülen Ihr Haar dann gründlich aus.

Lavasteine (aus dem Bioladen) reinigen Ihr Haar gründlich, aber schonend und lassen es wunderschön glänzen. Verwenden Sie gelegentlich einen Lavastein statt Haarwaschmittel zur Haarwäsche, er löst sich in Wasser auf, entfernt Schmutz und Fett ganz sanft und schäumt dabei nicht auf. Lavasteine sind besonders für Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut geeignet.

Obstessig bringt Glanz in Ihr Haar. Geben Sie 2 EL Obstessig ins letzte Spülwasser, kneten Sie ihn etwas ein und trocknen Sie Ihr Haar dann vorsichtig.

Weizenkeime pflegen vom Färben angegriffene Haare. Verrühren Sie 1 EL Weizenkeimöl mit 1 Eigelb, tragen Sie die Mischung auf das gewaschene Haar auf, wickeln es warm ein und lassen die Packung 2 Stunden einwirken. Waschen Sie dann Ihre Haare mit Shampoo aus und behandeln es wie gewohnt weiter.

Zitrone
hellt Ihr Haar auf und hilft bei fettigem Haar. Geben Sie den Saft einer 1/2 Zitrone in einen 1/2 Liter kaltes Wasser geben und spülen Sie Ihre gewaschenen Haare damit, spülen mit ziemlich kaltem Wasser nach.

 

Quelle : Sylvia Schneider, FID Verlags GmbH, Newsletter Hausmittel

 

Gruß an die Naturmittelliebenden!
Kräutermume

Entspannen Sie mit Gewürznelken

Gewürznelke ist aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken. Sie gibt Gerichten eine exotische und intensive Note. Doch ist sie auch ein wichtiges Heilmittel. Gewürznelken beruhigen Magen und Darm, entspannen die Nerven, beugen Herzleiden vor und wirken schmerzstillend bei Menstruationsbeschwerden und Zahnschmerzen.

Die Bezeichnung „Nelke“ ist auf das Wort „Näg(e)lein“ zurückzuführen. Denn die Gewürznelke ähnelt in ihrer Form einem kleinen Nagel. Dabei handelt es sich um die noch ungeöffneten Blüten des Gewürznelkenbaumes. Die Äbtissin Hildegard von Bingen nannte die Blütennägel zum ersten Mal Nelken. Mit der Zierblume Nelke ist die Gewürznelke nicht verwandt. Denn sie stammt aus der Familie der Myrtengewächse, zu der auch andere aromastarke Pflanzen wie Eukalyptus, Myrte und Teebaum gehören.

Der Gewürznelkenbaum wird heute auf den Molukken, den Philippinen, in Malaysia und an der ostafrikanischen Küste kultiviert. Der immergrüne Baum enthält in allen Pflanzenteilen ein aromatisch duftendes ätherisches Öl. Arzneilich verwendet werden die getrockneten Blütenknopsen und das daraus sowie aus Blättern und Rinde gewonnene ätherische Öl. Den darin enthaltenen Gerbstoffen und ätherischen Ölen (vor allem dem Eugenol) werden die heilenden Wirkungen zugeschrieben.

Die Gewürznelke wirkt desinfizierend und keimtötend, deshalb wurde sie seit dem Mittelalter bei Epidemien wie Pest und Cholera eingesetzt. Viele Ärzte trugen beispielsweise Ketten mit Gewürznelken um den Hals oder kauten Gewürznelken, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Speziell im Mund- und Rachenraum hemmen sie das Wachstum von Krankheitserregern. Bei lokaler Anwendung betäuben sie sogar Zahnschmerzen. Nelken beruhigen darüber hinaus den Magen- und Darmtrakt, beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und entspannen den weiblichen Unterleib bei Menstruationskrämpfen. Auch die Psyche wird sanft stimuliert. In der letzten Zeit wurden dem Eugenol in einigen Studien entzündungs- und krebshemmende sowie schmerzlindernde Wirkungen zugeschrieben.

Auf der ganzen Welt werden Gewürznelken zum Würzen von Getränken, Fruchtsäften, eingemachtem Obst, Kompott und Gebäck verwendet. Gewürznelken zeigen eine verdauuungsfördernde und blähungslösende Wirkung, wenn sie etwa mit Sauerkraut, Rotkohl oder stark zwiebelhaltigen Speisen zusammen gekocht werden. Auch in die Wildbeize oder den winterlichen Glühwein gehören traditionell einige Nelken. In der Weihnachtszeit werden Orangen mit Nelken gespickt, damit sie gemeinsam ihr angenehmes Aroma verströmen.

 

So bereiten Sie einen Nelkentee zu

Zerstoßen Sie drei Gewürznelken in einem Mörser und geben Sie diese in einen 1/4 l Wasser. Lassen Sie den Tee einmal aufkochen und 20 Minuten zugedeckt ziehen. Danach seihen Sie ihn ab und trinken die Hälfte des Tees gleich – am besten auf nüchternen Magen. Die andere Hälfte nehmen Sie später am Tag zu sich. Dieser Tee wirkt stimmungsaufhellend, beruhigend und schmerzlindernd.

So bereiten Sie einen entspannenden indischen Gewürztee zu:
Geben Sie 5 TL Assamtee, 2 Gewürznelken, 1/2 Zimtstange, 1/2 l Wasser, 1/2 l Milch und etwas Kandiszucker in einen Topf. Bringen Sie diese Mischung zum Kochen und lassen Sie sie 10 Minuten leicht köcheln. Seihen Sie den Tee durch ein Sieb ab und süßen ihn nach Belieben noch einmal nach.

In der Apotheke erhalten Sie Nelkenöl, das Sie beispielsweise in Ihr Badewasser geben können. Zu den Fertigpräparaten, in denen Gewürznelken enthalten sind, zählen beispielsweise Salviathymol®N und Sedative Bombastus® (gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum) sowie Gastrofunkten® und esto-gast®. Kaufen Sie am besten auch Ihre Gewürznelken für die Küche in der Apotheke, denn hier wird Ihnen eine gute Qualität garantiert.

Gewürznelken bekämpfen Zahnschmerzen
Bei akuten Zahnschmerzen und Infektionen im Mundraum kauen Sie einige Minuten lang ein bis zwei Gewürznelken. Sie können auch eine Gewürznelke so lange gegen den schmerzenden Zahn drücken, bis Sie weniger Schmerzen spüren.

 

Quelle : Sylvia Schneider, FID Verlags GmbH , Newsletter Hausmittel