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Homöopathie wird Kassenleistung in der Schweiz!

Schweiz-FlaggeHomöopathie und andere komplementärmedizinische Methoden sollen Regelleistung der schweizerischen Krankenversicherung werden, dies wurde jetzt vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) beschlossen. Seit 2012 bezahlt die obligatorische Krankenversicherung bereits ärztliche Leistungen der anthroposophischen Medizin, der traditionellen chinesischen Medizin, der Homöopathie und der Phytotherapie – jedoch nur auf Grundlage einer befristeten Regelung. Diese kam zustande, da in einer Volksabstimmung sich die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung zur Besserstellung der Komplementärmedizin ausgesprochen hatte. Ab Mai 2017 sind dann die ärztliche Homöopathie und die anderen Therapiemethoden allen anderen medizinischen Verfahren in der Krankenversicherung gleichgestellt.

In Deutschland erstattet rund zwei Drittel der Kassen die ärztliche Homöopathie

In Deutschland sind die Homöopathie, die anthroposophische Medizin und die Phytotherapie im Sozialgesetzbuch V der konventionellen Medizin gleich gestellt. Allerdings werden ärztliche Leistungen dieser Methoden nicht als Regelleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet. Im Rahmen von Selektivverträgen erstattet jedoch rund zwei Drittel der Krankenkassen die ärztliche Homöopathie. Voraussetzung ist, dass die Behandlung von einem Vertragsarzt durchgeführt wird, der über die ärztliche Zusatzbezeichnung Homöopathie oder das Homöopathie-Diplom des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) verfügt.

Patienten sind mit der homöopathischen Praxis sehr zufrieden

Laut Allensbach (2014) haben 60 Prozent der deutschen Bevölkerung bereits die Homöopathie für sich genutzt. Doch wie zufrieden sind Patienten mit der Wirksamkeit der Homöopathie? Der Gesundheitsmonitor 2014, eine repräsentative Studie der Bertelsmann Stiftung, zeigt: Bei mehr als 80 Prozent der Patienten, die von homöopathischen Ärzten behandelt wurden, besserten sich das Allgemeinbefinden und die seelische Verfassung. Am deutlichsten gingen mit 85 Prozent die körperlichen Beschwerden zurück. Dabei gaben 43 Prozent der befragten Homöopathie-Patienten an, den homöopathischen Arzt wegen einer chronischen Erkrankung aufgesucht zu haben. Als häufigstes Motiv nannten sie, „dass anderswo keine Besserung erzielt worden war“. Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des DZVhÄ, wertet die Ergebnisse „als wirkungsvolle Antwort auf die medizinischen Herausforderungen durch immer mehr chronisch erkrankte und multimorbide Menschen“.

Quelle: http://www.homoeopathie-online.info/homoeopathie-wird-kassenleistung-in-der-schweiz/

Die Top 10 der Alternativ-Medizin

Der Rücken tut weh, der Magen rebelliert? Für viele Frauen ein klarer Fall für die Naturmedizin: egal ob Akupunktur, Bach-Blüten oder Feldenkrais. Die Hitliste und was ein Experte davon hält.

akupunktur-nadeln

Alternative Heilmethoden sind in Deutschland Frauensache. Eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung an 1100 Personen zwischen 8 und 69 Jahren belegt: 73 Prozent der Bundesbürgerinnen vertrauen ihre Gesundheit regelmäßig Naturheilverfahren an. Bei den Männern sind es „nur“ 54 Prozent. Der Grund für ihr Vertrauen liegt darin, dass sie sich von der Alternativmedizin als Ganzes erfasst fühlen.

Als komplexe Einheit zwischen Körper, Geist und Seele. Sie doktert nicht nur an Symptomen herum, sondern behandelt eine Krankheit als Notfall des gesamten Menschen. Und sie ist traditionell bewährt, natürlich und risikoarm. Laut GfK-Umfrage haben es den Frauen zehn natürliche Heilverfahren besonders angetan. VITAL sagt, wie sie wirken, wem sie helfen, was sie kosten. Der namhafte Klagenfurter Komplementär-Medziner Dr. Marijan Einspieler bewertet ihren therapeutischen Nutzen.

1. AKUPUNKTUR: Pikser mit bestechendem Therapie-Erfolg.

Die Akupunktur (lat.: „acus“ = Nadel, „pungere“ = stechen) ist eine alte Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Nach ihrer Lehre beruhen die meisten Krankheiten auf Störungen des harmonischen Fließens der Lebensenergie Qi auf den sogenannten Meridianen. Der Einstich von Edelstahl-Einwegnadeln in insgesamt mehr als 700 Akupunkturpunkte setzt eine Reihe von Reaktionen des Körpers frei: Z. B. bildet er morphinartige Wirkstoffe und Transmitter-Substanzen an den Schaltstellen zwischen Nerven- oder Muskelzellen, blockiert Schmerzleitungen zum Gehirn oder powert die Durchblutung und Produktion von Abwehrzellen hoch.

HILFT BEI: Migräne, Kopf-, Rücken- Gelenkschmerzen, Erschöpfung, Burnout, Allergien, Asthma, Verdauungs-, Regelproblemen, psychosomatischen Erkrankungen, Raucherentwöhnung.

KOSTEN: 40 Minuten kosten ca. 40 Euro. Die gesetzlichen Kassen zahlen bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, Kniegelenksarthrose.

BEWERTUNG: Die Wirkung der Akupunktur ist unbestritten, alle renommierten Studien kommen zu positiven Therapie-Ergebnissen. Sie ist der westlichen schulmedizinischen Standardtherapie von ihrer Langzeitwirksamkeit her deutlich überlegen. Die Akupunktur erzielt Heilerfolge von bis zu 80 Prozent. Sie wirkt, in der Triade der Gesundheit, sowohl auf Körper, Biochemie und Psyche. Sie ist eine umfassende, nahezu nebenwirkungsfreie Therapie.

MEHR INFOS: Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur, Tel. 0 89/7 10 05 11, www.daegfa.de

VOR- UND NACHTEILE:

+ Die Akupunktur bietet eine sehr gute Kosten-Nutzen-Relation. Und sie ist für alle Patienten – bis auf Kinder unter 14 und Schwangere im ersten Trimester – geeignet.

– Direkt nach der Therapie können Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Blutungen an der Einstichstelle, Nadelschmerzen oder eine Erstverschlimmerung auftreten.

Hypnotheraphie

 2. HYPNOTHERAPIE: In Trance zu gesundem Bewusstsein.

Hypnose soll die Seele heilen und wird als psychotherapeutisches Verfahren bei seelischen, emotionalen und Verhaltensstörungen eingesetzt. Der Therapeut versetzt den Patienten durch Suggestionen in einen tranceähnlichen Bewusstseinszustand. Dabei werden bei ihm Verstand, Logik und Vernunft gedimmt, Gefühle, Konzentration und Erinnerungsvermögen hochgefahren. Das Besondere: Die Trancezustände werden mit therapeutischen tiefenpsychologischen Gesprächen kombiniert.

HILFT BEI: Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Erkrankungen, Raucherentwöhnung, Reizdarm und -magen, Tinnitus, Migräne, Asthma, Bluthochdruck, Neurodermitis, Schlafproblemen, Stottern, Zwängen.

KOSTEN: 80 bis 120 Euro pro 50 Minuten. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten nur in Ausnahmefällen und auf Antrag.

BEWERTUNG: Die Hypnotherapie ist seit Mitte des letzten Jahrhunderts ein in vielen medizinischen und therapeutischen Bereichen bewährtes, wissenschaftlich fundiertes Verfahren. Vor allem zur Behandlung und Unterstützung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten. Die Methode ist kein Placebo oder etwa mit einfachen Entspannungsmethoden zu vergleichen. Ihr Vorteil: Der Patient ist der Therapie nicht willenlos ausgesetzt, sondern er entscheidet selbst, was er will. Er ist bei Bewusstsein und zu jedem Zeitpunkt in der Lage, die Therapie zu unterbrechen.

MEHR INFOS: Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie, Tel. 0 25 41/88 07 60, www.hypnose-dgh.de

VOR- UND NACHTEILE:

+ Hypnose kann den Patienten auf positive Gefühle umpolen, ohne seine Persönlichkeit zu verändern.

– Menschen mit ausgeprägten Psychosen und Wahnvorstellungen können in eine schwere Krise geraten. Ebenso Epileptiker und zur Hysterie neigende Menschen. Für Kinder unter dem fünften Lebensjahr ist die Hypnotherapie nicht geeignet.

Bach-Blüten-Therapie

 3. BACH-BLÜTEN-THERAPIE: Pflanzen-Essenz entspannt ganz sanft die Seele.

Der englische Arzt Edward Bach (1886–1936) entwickelte die nach ihm benannte Therapieform in den 1930er Jahren. Sie beruht auf der Vorstellung, dass körperliche Erkrankungen wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen durch Charakterschwächen wie Stolz oder Habgier ausgelöst werden. Für Bach gab es 38 negative Seelenzustände und die dazugehörigen körperlichen Beschwerden, die durch die Einnahme von 38 speziellen Blütenessenzen gebessert werden können. Bach-Blüten-Konzentrate sind wässrige Auszüge aus Blüten wild wachsender Pflanzen und Bäume.

HILFT BEI: Erschöpfung, Überlastung, Nervosität und Unruhe, nervösen Magen-Darm-Beschwerden, Schlafproblemen und Verspannungen.

KOSTEN: Ein 10-ml-Fläschchen mit Bach-Blüten-Tropfen kostet ca. 6 Euro. Die Krankenkassen zahlen nicht.

BEWERTUNG: Die Seele wird in die Heilung miteinbezogen, der Mensch als Ganzes behandelt, nicht nur ein Symptom oder eine isolierte Krankheit therapiert. Bach-Blüten sind deshalb als eine sehr gute, sichere Methode anzusehen, die ihren Ansatz in der Triade „Körper-Geist-Seele“ findet. Sie bieten dem Menschen so die Möglichkeit, nach „innen“ zu sehen. Fehlt dieser ganzheitliche Denkansatz, besteht die Gefahr, dass bei ernsthaften Erkrankungen eine notwendige schulmedizinische Behandlung versäumt wird.

MEHR INFOS: Institut für Bach-Blüten-Therapie, Tel. 0 40/43 25 77 10, www.bach-blueten-therapie.de

VOR- UND NACHTEILE:

+ Einfache Handhabung. Ihre Wirkung entfalten die Bach-Blüten auch, wenn der Patient nicht an sie glaubt.

– Die Mittel enthalten Alkohol. Sie sind deshalb bedenklich für Kinder und Schwangere. Durch „Rescue- Tropfen“, die für Akutfälle gedacht sind, könnten ernste Krankheiten übersehen und verschleppt werden.

Fußreflexzonenmassage

 4. FUßREFLEXZONEN-MASSAGE: Leichter Druck lässt die Energie fließen.

Als manuelle Therapieform wird die Fußreflexzonen-Massage von den meisten Schulmedizinern schon längst anerkannt. Die Reiztherapie basiert darauf, dass alle Organe und Strukturen des Körpers bestimmten Bereichen, den sogenannten Reflexpunkten, an den Füßen zugeordnet werden. Bei einem gesunden Menschen strömt die Lebensenergie ungehindert durch diese Bereiche. Ist der Mensch krank, gerät der Energiefluss ins Stocken. Die Massage löst solche Stauungen und Blockaden auf. Die Körperenergie wird harmonisiert, Selbstheilungskräfte gefördert, die Blutzirkulation angeregt, das Nervensystem stimuliert. Die Beschwerden verschwinden.

HILFT BEI: Verspannungen, Migräne, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Rheuma, Arthritis, PMS, Wechseljahrsbeschwerden, funktionellen Magen-Darm-Störungen, Galleproblemen, Erschöpfung.

KOSTEN: 30 Minuten kosten ca. 20 Euro. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.

BEWERTUNG: Das Besondere an der Fußreflexzonen-Therapie ist die Möglichkeit der Selbstmassage. Sie ist leicht zu lernen und bringt in Stresssituationen schnelle Hilfe. Dabei gilt als oberstes Prinzip, dass eine Selbstmassage nur dann anzuwenden ist, wenn man sich ausreichend über die verschiedenen Reflexpunkte informiert hat. Denn obwohl die Fußreflexzonen-Massage eine gesunde Regulationstherapie ist, kann sie den Körper in unerwünschte Richtungen beeinflussen.

MEHR INFOS: Bund Deutscher Heilpraktiker, Tel. 0 25 81/61 55-0, www.bdh-online.de

VOR- UND NACHTEILE:

+ Eine Top-Tiefenentspannung und eine effektive Vorbeugung von Krankheiten.

– Die Massage kann zu starken Schmerzen in den Füßen führen. Sie kann Schweißausbrüche, eine rege Blasen- und Darmtätigkeit, eine stärkere Periode, vorzeitige Wehen, einen Kreislaufkollaps auslösen. Nichts für Menschen mit Fußproblemen, Venenleiden, einem fiebrigen Infekt.

Phytotherapie

5. PHYTOTHERAPIE: Fit mit der Heilkraft der Pflanzenmedizin.

Die Phytotherapie (griech. „phyton“ = Pflanze, „therapeia“ = Pflege) behandelt Beschwerden mit Heilkräuter-Wirkstoffen aus Frischpflanzen, getrockneten Pflanzenteilen (Drogen) oder Extrakten. „Phytos“ werden z. B. als Zusätze für Umschläge, Bäder, Inhalationen, als Einreibungen in Salben und Ölen angewendet, als Tees getrunken oder in Form von Säften oder Dragees eingenommen.

HILFT BEI: funktionellen und psychosomatischen Befindlichkeitsstörungen wie nervösen Schlafproblemen oder Magenschmerzen, leichteren Beschwerden wie einfachen Harnwegsinfekten, Verspannungen etc., chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Herz- Kreislauf-Leiden. Vor allem zur Unterstützung einer schulmedizinischen Behandlung. Ideale Stütztherapie zur Vorbeugung z. B. von Erkrankungen an Leber, Niere, Lunge oder Herz.

KOSTEN: Einen Ginkgo-Tee gibt es schon ab ca. 4 Euro. „Phytos“ sind alle nicht verschreibungspflichtig und deshalb von der Erstattung durch die Kassen ausgeschlossen. Ausnahme: Pflanzenmedizin, die bei bestimmten Erkrankungen zum Therapiestandard gehört. Z. B. ein standardisierter Johanniskraut-Extrakt bei leichten Depressionen.

BEWERTUNG: Die Phytotherapie ist eine sehr gute und effektive Therapiewahl. Sie kann bei verschiedenen Krankheitsbildern vorbeugend, lindernd oder heilend wirken. Die Inhaltsstoffe der Pflanzen werden heute mit wissenschaftlichen Methoden analysiert und auf ihre Wirksamkeit hin geprüft. Aber die Forschung zeigt, dass Heilpflanzen nur in ihrer Gesamtheit die beste Wirkung entfalten.

MEHR INFOS: Gesellschaft für Phytotherapie, Tel. 02 21/4 20 19 15, www.phytotherapy.org

VOR- UND NACHTEILE:

+ Standardisierte „Phytos“ (Apotheke) mit einer garantierten Menge des Hauptwirkstoffs helfen effektiv und nebenwirkungsarm.

– Einige Phytopharmaka können aber auch Nebenwirkungen haben: von allergischen Reaktionen bis hin zu Vergiftungen. Besondere Vorsicht gilt bei der Anwendung von ätherischen Ölen bei Kleinkindern.

 

Feldenkrais-Therapie

6. FELDENKRAIS-THERAPIE: In der Bewegung liegt die Kraft.

Die Feldenkrais-Therapie wurde nach ihrem Erfinder benannt, dem in Russland geborenen jüdischen Physiker und Judo-Lehrer Moshé Feldenkrais (1904–1984). Sie ist eine pädagogische Bewegungstherapie, bei der die eigene Körperwahrnehmung bei jedem Schritt bewusster gemacht wird. Der Anwender erwirbt neue körperliche – und auch geistige – Fähigkeiten. Besonders Haltungs- und Bewegungsstörungen lassen sich mit Feldenkrais gut behandeln. Die Übungen werden in Zeitlupe und bewusst ausgeführt. So lange, bis sie mühelos und selbstverständlich „fließen“. Ohne überflüssigen und für den Bewegungsapparat ungesunden Kraftaufwand. Wie beim Tai-Chi, das bei deutschen Frauen übrigens genauso beliebt ist wie Feldenkrais.

HILFT BEI: Haltungsschäden, Rückenschmerzen, Nervenleiden, Verspannungen, Problemen mit der Halswirbelsäule, chronischen Schmerzen, vielen Problemen am Bewegungsapparat wie z. B. „Tennisarm“ oder Zerrung.

KOSTEN: Ca. 12 Euro pro Stunde in der Gruppe, 50 bis 80 Euro pro Einzelstunde. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur in Ausnahmefällen – bei ärztlicher Verordnung und wenn Standardtherapien nicht geholfen haben.

BEWERTUNG: Unter der Anleitung eines professionellen Therapeuten wird eine Vielzahl von möglichen Variationen eines Bewegungsablaufs geübt, um bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einen neuen Umgang mit sich selbst zu finden. Und um sich z. B. das Leben mit einer körperlichen Einschränkung dauerhaft zu erleichtern.

MEHR INFOS: Feldenkrais- Gilde Deutschland, Tel. 0 89/52 31 01 71, www.feldenkrais.de

VOR- UND NACHTEILE:

+ Die leichten Übungen lassen sich ohne Anstrengung und Schmerzen durchführen. Deshalb ist die Methode für jedes Lebensalter, für jede orthopädische Bewegungseinschränkung geeignet.

– Da Feldenkrais auch einen psychischen Effekt hat, ist es für labile Menschen nicht zu empfehlen.Kein Ersatz für eine Psychotherapie.

Schüßler-Salze & Homöopathie

7. + 8. SCHÜSSLER-SALZE UND HOMÖOPATHIE: Zwei Klassiker, die jeder kennt.

Schüßler-Salze

Ursache vieler Leiden ist vor allem ein gestörter Zellstoffwechsel, in dem bestimmte Mineralsalze fehlen. Zwölf spezielle Heilsalze stimulieren den Zellstoffwechsel, gleichen etwaige Verteilungsstörungen von lebensnotwendigenSalzen aus und regen zudem die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Infos: Biochemischer Bund Deutschlands e. V., Tel. 0 21 33/7 20 03, www.biochemie-online.de
Homöopathie

Ihr wichtigstes Prinzip ist „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“. Ein Krankheitszustand kann also durch ein Mittel gebessert werden, das bei Gesunden ähnliche Symptome wie bei der Krankheit hervorruft. Das Gift der Biene etwa wird gegen bienenstichähnliche Symptome wie Schwellungen eingesetzt. Homöopathische Medikamente aktivieren die Selbstregulationskräfte des Körpers durch feinste Heilreize für das Abwehrsystem. Infos: Bundesverband Patienten für Homöopathie e. V., Tel. 0 55 05/ 10 70, www.bph-online.de

Atemtherapie

9. ATEMTHERAPIE: Zug um Zug mehr Sauerstoff und Energie.

Die Atemtherapie hilft, durch sanfte Übungen einen natürlichen und ausgeglichenen Atemrhythmus zu finden. Die Atmung wird deutlich tiefer, verbessert die Lungenfunktion und steigert die körperliche Leistungsfähigkeit. Die Atemtherapie beruhigt aber auch Herzschlag und Psyche, aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers und entspannt die Muskulatur. Und sie ist ein perfekter Stress-Helfer, nimmt Ängste, die durch Überforderung entstehen.

HILFT BEI: Asthma, chronischen Atembeschwerden, Stress, Erschöpfung, Schlafstörungen, Migräne, chronischen Schmerzen, seelischen Verstimmungen, nervösen Herz-Kreislauf-Beschwerden.

KOSTEN: In der Gruppe pro Stunde ca. 10 bis 15 Euro, pro Einzelstunde ca. 55 Euro. Wird die Atemtherapie im Rahmen einer Behandlung oder Reha-Maßnahme vom Arzt verschrieben, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten.

BEWERTUNG: Viele Menschen haben durch ständigen Stress die natürliche Atmung regelrecht verlernt. Sie atmen überwiegend über den Brustkorb und vernachlässigen die Zwerchfell- bzw. Bauchatmung. Atmung ist nach ganzheitlichem Behandlungsansatz nicht nur Gas-, sondern auch Energieaustausch. In diesem Sinne werden wir durch die Therapie zu einem „wachen Beobachter“ unserer Atmung. Nach indischer Philosophie und Gesundheitslehre ist es erst dann möglich, gesund zu bleiben oder zu werden.

MEHR INFOS: Arbeits- und Forschungsgemeinschaft für Atempflege, Tel. 0 30/3 95 38 60, www.afa-atem.de

VOR- UND NACHTEILE:

+ Ist sehr leicht zu erlernen. Kann unkompliziert und schnell aus jeder Stresssituation des Alltags herausführen.

– Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Zwängen, Angststörung oder Depressionen können in eine akute seelische Krise geraten. Sie sollten Atemübungen nur beim Psychotherapeuten machen.

Aromatherapie

10. AROMATHERAPIE: Heilsame Düfte für Körper und Seele.

Bei der Aromatherapie werden ätherische Pflanzenöle gezielt zur Behandlung inhaliert, eingenommen oder als Massageöl aufgetragen. Die therapeutische Wirkung ihrer Duftimpulse ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Besonders bei Zitronen-, Orangen-, Pfefferminz-, Vanille-, Neroli- und Lavendelöl.

HILFT BEI: Stimmungsschwankungen, Nervosität, Erkältung, Erschöpfung, Schlafproblemen, PMS, Wechseljahrsbeschwerden,Stress, Atemwegserkrankungen, Kopfschmerzen.

KOSTEN: Ein 10-ml-Fläschchen Aromaöl gibt es ab ca. 3 Euro. Die Krankenkassen zahlen nicht.

BEWERTUNG: Die Duftimpulse der ätherischen Öle stimulieren tatsächlich verschiedene Gehirnareale wie das limbische System, das für Gefühle zuständig ist, und die Kleinhirnrinde. Sie beeinflussen so Körperfunktionen und die Hormonproduktion. Im Vergleich zu synthetischen Substanzen arbeiten ätherische Öle mit und nicht gegen den Körper. Kontrollierte klinische Studien belegen den positiven Effekt der Aromatherapie und verweisen auf ihren nebenwirkungsarmen Einsatz als ergänzende Therapie bei unterschiedlichsten Störungen.

MEHR INFOS: Forum Essenzia – Aromatherapie und Aromapflege, Tel. 0 89/7 14 53 91, www.forum-essenzia.com

VOR- UND NACHTEILE:

+ Ein wirksamer „Erst- Helfer“ für die Selbstmedikation. Aber nur, wenn die Öle 100 Prozent naturrein sind (siehe Etikett!).

– Unverdünnt aufgetragen, können Aromaöle zu Hautreizungen und Allergien führen. Besonders bei Babys und Kleinkindern. Epileptiker und Asthmatiker können einen Anfall bekommen.

Quelle: http://www.vital.de/gesundheit/alternative-medizin/artikel/die-top-10-der-alternativ-medizin

 

Gefunden bei : https://daserwachendervalkyrjar.wordpress.com/2016/02/18/die-top-10-der-alternativ-medizin/
Danke an TA KI

 

Gruß an die die alles hinterfragen
Kräutermume

Intercostalneuralgie – Merkmale und Behandlung

Intercostalneuralgie

auch Interkostalneuralgie genannt, ist häufigster Grund für Schmerzen im Brustkorb. Dabei handelt es sich um eine Einklemmung von Intercostalnerven im Intercostalraum. Der Muskelschmerz oder Herzschmerz sind wesentlich seltener. Es ist relativ unkompliziert, die Ursache des Schmerzes zu unterscheiden.
Bei einem Neuralgie- oder Muskelschmerz steigert sich der Schmerz beim tiefen Atemzug oder der Ausatmung und ändert sich mit der Veränderung der Lage oder Bewegung im Brustkorb.
Der Herzschmerz ändert sich beim tiefen Atemzug, der Ausatmung oder bei der Veränderung der Lage und Bewegung im Brustkorb nicht. Er kann von Störungen der Rhythmik des Pulses, dem fallenden oder sich erhöhenden Blutdruck begleitet sein. Den Herzschmerz nimmt in der Regel das Nitroglyzerin ab.

Warum kommt es im Brustkorb zum neuralgische Schmerz?

Beim Menschen existieren 12 Rippenpaare. In jedem Zwischenraum (Intercostalraum) zieht sich ein Intercostalnerv hin. Das Zusammenpressen oder der Reiz der Intercostalnerven führt zu dem sehr unangenehmen Schmerz, der sogar die Atmungsbewegungen beschränken kann. Der Grund des Zusammenpressens/Reizes der Intercostalnerven ist eine Deformation der Intercostalräume. Dazu können verschiedene Ursachen führen, wie Schläge ins Gebiet des Brustkorbes, die Überanstrengung der äußeren- und inneren Muskeln und der Bänder des Brustkorbes, der Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule oder ihre Biegung.
Charakteristisch für die Intercostalneuralgie ist ein ständiger starker Schmerz mit umgürtendem Charakter im Verlauf von ein oder mehrerer Intercostalnerven. Zeitweise steigert sich dieser Schmerz, besonders beim Beugen des Rumpfes, Husten, Niesen und Atmen.
Der Schmerz im Brustkorb kann jedoch nicht nur durch das Zusammenpressen oder den Reiz der Intercostalnerven hervorgerufen sein, sondern auch durch die Überanstrengung eines oder mehrerer Muskel. Gewöhnlich ist es die Verspannung des Rücken-, Schulter- oder Schulterblattmuskels. Beim Dehnen des betroffenen Muskels (die Neigung vorwärts, die Bewegung der Schulter oder des Schulterblattes) ist die Steigerung des Muskelschmerzes charakteristisch.

Wie wird eine Intercostalneuralgie behandelt?

Gewöhnlich wird die Intercostalneuralgie mit Vitaminen, schmerzstillenden und entzündungshemmenden Mitteln oder in ihrer Kombination erfolgreich behandelt.
Die Hauptmethode der erweiterten Behandlung einer Intercostalneuralgie ist die Manualtherapie – die Behandlung mit den Händen. Sie ist spezialisiert auf die Untersuchung und Behandlung von Störungen im Bereich des Bewegungsapparates. Der Arzt oder Manualtherapeut sucht die Störungen und behandelt sie mit speziellen Untersuchungs- und Behandlungstechniken.
Mit Hilfe der Manualtherapie und/oder der Gymnastik werden die Gründe für das Zusammenpressen des Nervs entfernt.

Beachten: Bei akuten Bandscheibenbeschwerden, entzündlichen Erkrankungen oder Osteoporose darf die Manualtherapie nicht angewendet werden. Ebenfalls sollte sie nur von dafür ausgebildeten Ärzten und Therapeuten ausgeführt werden, da ein einziger falscher Griff zu schweren Schäden an der Wirbelsäule und im Extremfall auch zu Lähmungserscheinungen führen kann.

Quelle : http://russische-volksmedizin.info/behandlung-einer-intercostalneuralgie/

 

Gruß an die Schmerzfreien und Handtherapeuten
Kräutermume

Fadenpilzinfektion (Mikrosporie) – Tipps aus der Volksmedizin

Fadenpilzinfektion (Mikrosporie)

Von einer Fadenpilzinfektion der Haut sind häufig mit Tieren spielende Kinder betroffen. Die Fadenpilze oder Dermatophyten werden von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen. Zu den häufigsten Überträgern gehören Katzen und Hunde. Aber auch die Übertragung von Mensch zu Mensch kann nach einer Fadenpilzinfektion erfolgen. Eine Fadenpilzinfektion tritt häufig während oder nach Reisen in südliche Länder auf, da dort die Pilzerkrankung unter den Tieren noch mehr verbreitet ist. Die infizierten Tiere selbst müssen keine sichtbaren typischen Krankheitszeichen zeigen.
Bei den Fadenpilzen handelt es sich um Pilze der Gattung Microsporum. Typische Vertreter sind Microsporum audouinii, Microsporum canis und Microsporum gypseum. Zu den Begleiterscheinungen der Fadenpilzinfektion gehören kreisförmige und leicht gerötete Flecken auf der Haut, die von feinen Hautschuppen bedeckt sind. Aber auch die Kopfhaare können häufig von den Fadenpilzen befallen sein. In diesem Fall bilden sich kreisförmige Stellen mit auf gleicher Höhe abgebrochenen Haaren und feinen auf der Kopfhaut liegenden Schuppen. Normalerweise kommt es nur zu einer oberflächlichen Fadenpilzinfektion, aber auch Komplikationen durch den Befall innerer Organe sind individuell möglich. In der Schulmedizin besteht die Therapie in der Verwendung spezieller Salben, welche die Pilze abtöten, sogenannte Antimykotika. Nach entsprechender Behandlung heilen die betroffenen Bereiche normalerweise folgenlos ab.
Für die Behandlung einer oberflächlichen Fadenpilzinfektion kennt die traditionelle russische Medizin verschiedene natürliche Heilmittel. Die Heilmittel zerstören die pathogenen Pilze und entfernen die Entzündung.

R E Z E P T E

Im Folgenden drei Rezepte für die Behandlung einer oberflächlichen Fadenpilzinfektion aus der russischen Volksmedizin:

Schmieren Sie täglich 3 bis 4-mal die betroffenen Stellen mit einfacher blauer Tinte ein. Gewöhnlich verliert sich die Krankheit innerhalb von 7 bis 10 Tagen.

Reiben Sie 6-mal täglich die betroffenen Stellen mit dem frischen Saft einer Zwiebel ein, bis zur völligen Genesung.

Der Birkenteer (Apotheke: Pix betulina) gehört zu den sehr alten Mitteln. Schmieren Sie damit 2 bis 3-mal täglich die betroffenen Stellen ein, bis zur völligen Genesung. Gewöhnlich verliert sich die Erkrankung sehr schnell.

 

Quelle : http://russische-volksmedizin.info/behandlung-einer-fadenpilzinfektion/

 

Gruß an die Heil-Kundig-en
Kräutermume

Kräuterkosmetik – sanfte und natürliche Körperpflege

Kräuterkosmetik

die Nutzung der heilenden und pflegenden Eigenschaften von Pflanzen für die Körperpflege, ist dem Menschen bereits seit Jahrtausenden bekannt. Daher ist Kräuterkosmetik eine sanfte und natürliche Körperpflege mit langer Tradition. Auch unsere Großmütter und deren Vorfahren nutzten die Kräuterkosmetik und machten sich damit “schön”. Die dafür nötigen Zutaten fanden sich in Garten und Küche. Heute werden vorwiegend industrielle “Schönheitsmittel” in Form von Cremes und anderen Produkten verwendet. Jedoch kann jeder für sich selbst die heilende und pflegende Wirkung einer sanften und natürlichen Kräuterkosmetik, beispielsweise aus Gesichtsmasken, Gesichtspackungen und Gesichtsdampfbädern oder Kräuterbädern, wieder neu entdecken. Die nötigen Zutaten für diese Kräuterkosmetik lassen sich immer noch leicht und einfach beschaffen.

In der Kräuterkosmetik können für kosmetische Gesichtsmasken und Gesichtspackungen beispielsweise folgende Heil- und Gewürzkräuter verwendet werden

Rosmarin – für milde Haut mit schwachem Blutkreislauf;
Fenchel – für trockene Haut und beginnende Faltenbildung;
Salbei – unter Zugabe einiger Tropfen Zitronensaft, für großporige, fettige Haut;
Blaubeeren – zusammenziehende Wirkung bei fettiger, großporiger Haut;
Thymian – desinfizierende Wirkung bei Hautentzündungen;
Möhren – wirken beruhigend sowohl auf fettige als auch auf trockene Haut;
Petersilie – wirkt beruhigend auf entzündete, fettige Gesichtshaut;
Gurken –für fettige, glänzende, großporige Haut;
Tomaten – für trockene, welke, faltige Haut;
Apfelsinen und Zitronen – erfrischende und zusammenziehende Wirkung, besonders bei trockener Haut;
Pfefferminze – erfrischende und beruhigende Wirkung;
Salat und Spinat – für fettige Haut.

Die Bereitung der Gesichtsmasken und Gesichtspackungen

1 Eigelb (das Eiweiß hat trocknende Wirkung, deshalb nur für fette Haut verwenden) mit den erwähnten kleingeschnittenen Pflanzen, etwas Kinderpuder und Kinderöl vermischen. Mit einem feinen Flachpinsel auf die gründlich gereinigte Gesichtshaut und den Hals streichen, nur die Augenpartien und der Mund bleiben frei. Solange die Maske trocknet, sollte man sich hinlegen und einmal ganz abschalten. Nach 15 bis 20 Minuten die Maske mit warmen Wasser oder lauwarmer Milch vorsichtig abwaschen (nicht zerren!) und Gesicht und Hals mit kaltem Wasser abspülen.

In der Kräuterkosmetik können beispielsweise folgende Heil- und Gewürzkräuter im Gesichtsdampfbad kosmetische Wirkung erreichen

Fenchel – ausgezeichnet gegen Falten und Runzeln, glättet die Haut;
Thymian – desinfiziert bei Hautentzündungen;
Pfefferminze – erfrischt und regt die Haut an;
Rosmarin – verbessert den Blutkreislauf der Haut;
Salbei – hat zusammenziehende und entzündungsvorbeugende Wirkung.

Die Bereitung des Gesichtsdampfbades

8 bis 10 EL frische oder 4 bis 5 EL getrocknete Pflanzen bzw. Pflanzenmischung in einer kleinen Schüssel mit 1 l kochendem Wasser übergießen. Gesicht und Hals waschen und danach über die Schüssel beugen. Kopf, Schultern und die Schüssel zusammen mit einem großen Badetuch bedecken, so dass der Dampf nicht entweichen kann.

Gesichtsdampfbäder sollen nicht länger als 5 bis 10 Minuten dauern. In dieser Zeit wird auf der Haut die gewünschte Wirkung ausgelöst. Sollten Kopfschmerzen auftreten, dann das Dampfbad eher abbrechen. Nach dem Dampfbad Gesicht, Hals und Schultern zunächst mit lauwarmem Wasser oder Milch, danach mit kaltem Wasser abwaschen. Bei trockener Haut ist ein derartiges Dampfbad nicht zu empfehlen.

Kosmetische Kräuterbäder aus Heil- und Gewürzkräutern

In der Kräuterkosmetik können für kosmetische Kräuterbäder beispielsweise folgende Heil- und Gewürzkräuter verwendet werden

Pfefferminze: Beruhigungs- und Erfrischungsmittel, wirkt hautreinigend;
Thymian: Reinigt die Poren und desinfiziert;
Liebstöckel: Desodoriert und wirkt hautreinigend;
Petersilie: Erfrischt und verbessert die Gesichts- und Hautfarbe;
Rosmarin: Beruhigt die Hautnerven;
Salbei: Desinfiziert.

Bereitung von Kräuterbädern

Wassertemperatur 36 °C bis 37 °C, Badedauer 10 bis 15 Minuten. Seien Sie bei heißen Bädern jedoch vorsichtig, da sie zu einer erhöhten Kreislaufbelastung führen.

Dazu füllen Sie kleingeschnittene frische oder getrocknete Pflanzen (eine oder mehrere Sorten) in ein Tüllsäckchen und lassen es bis zur Beendigung des Bades im Badewasser hängen.

oder

Übergießen Sie 1 Handvoll frische oder 1/2 Handvoll getrocknete Pflanzen mit 1 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss aufkochen, noch einige Minuten unter kleiner Hitze köcheln, dann 15 bis 20 Minuten ziehen und gießen den durchgesiebten Sud in das Badewasser. Die verbliebenen Pflanzenteile können Sie zusätzlich in einem Mullbeutel in das Badewasser hängen.

Zu den aufgezählten Pflanzen können auch Fenchel, Lavendel und eventuell auch noch Kamille in einer Mischung dem Badewasser beigegeben werden. Sie haben allgemein eine erfrischende Wirkung. Außerdem verleihen Kräuterbäder der Haut und dem Badezimmer einen angenehmen Duft.

Ein Kräuterbad mit beruhigender Wirkung

Vermischen Sie je 50 g Rosmarin, Pfefferminze, Thymian und Kamillenblüten, geben sie in ein Tüllsäckchen und lassen es bis zur Beendigung des Bades im Badewasser hängen.

oder

Übergießen Sie je 50 g Rosmarin, Pfefferminze, Thymian und Kamillenblüten mit 1 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss aufkochen, noch einige Minuten unter kleiner Hitze köcheln, dann 15 bis 20 Minuten ziehen und gießen den durchgesiebten Sud in das Badewasser. Die verbliebenen Pflanzenteile können Sie zusätzlich in einem Mullbeutel in das Badewasser hängen.

In der Kräuterkosmetik können für kosmetische Gesichtswasser oder Gesichtsumschläge beispielsweise folgende Heil- und Gewürzkräuter in Aufgüssen verwendet werden

Wer ohne Mühe und Zeitverlust etwas für seine Haut tun möchte, dem können Gesichtswasser oder Gesichtsumschläge unter Nutzung von Aufgüssen nützlich sein.

Die Wirkung einiger Aufgüsse:

Rosmarin: Entfaltet im Wasser bei der Kopfwäsche haarwuchsfördernde Wirkung;
Thymian: Eignet sich besonders zum Baden, schweißiger, feuchter Hände;
Fenchel: Wirkt heilend in Umschlägen bei Entzündungen des Augenlids;
Salbei: Mund- und Rachenspülmittel.

Reiben Sie 1-mal wöchentlich die gereinigte Haut mit einem im warmen Pflanzenaufguss angefeuchteten Wattepad mehrmals ab

oder

legen Sie getränkte Wattelage für einige Minuten auf das Gesicht auf. Wenn dieser “Umschlag” ausgekühlt ist, erneuern Sie ihn ein- bis zweimal.

Gleichzeitig wird durch diese Kosmetik die Haut mit Feuchtigkeit angereichert. Danach die Haut mit einer Gesichtsmilch reinigen oder mit warmem Wasser abwaschen und eine Gesichtscreme auftragen.

 

Quelle : http://russische-volksmedizin.info/sanfte-und-natuerliche-kraeuterkosmetik/

 

Gruß an die wahren, natürlichen Schönheiten des Lebens – unseren Körper und seine Seele
Kräutermume

Schmerzen – sanfte und natürliche Schmerzmittel

Schmerzen

sind vielfältigster Ursache. Oft sind Schmerzen mit Erkrankungen des stütz-motorischen Apparates verbunden, wie Neuralgie, Muskelschmerzen, Entzündungen der Muskeln und Nerven. Bei diesen Erkrankungen können auch natürliche Schmerzmittel, schmerzstillend und entzündungshemmend wirken, wie Salben, Linimente und Cremes, die in die Haut eingerieben werden und gegen die Schmerzen wirken.
Diese natürlichen Schmerzmittel tragen zur Entspannung der Muskeln bei, verbessern die Stoffwechselprozesse, den Blutkreislauf und erhöhen die Elastizität der Bänder.
Sie führen zu einem verstärkten Blutzufluss an jene Stelle, die eingerieben wurde, wobei die Empfindung der Wärme entsteht und die Haut errötet. Der sich dadurch steigernde Stoffwechselprozess hilft die Schmerzen von der betroffenen Stelle abzunehmen.
Zu den Inhaltsstoffen dieser Schmerzmittel gehören lindernde Stoffe, die auf die Rezeptoren der Haut und den subkutanen Zellstoff einwirken. Sie haben einen ablenkenden Effekt, in dem sie zum Kribbeln und Brennen führen.

Schmerzmittel

Die moderne Medizin unterscheidet bei den Schmerzmitteln hauptsächlich nach drei große Gruppen – einfache Schmerzmittel (“nichtopioide Analgetika”), darunter auch pflanzliche Schmerztherapeutika und Homöopathika, starke Schmerzmittel (Opioide) und betäubende Mittel (Lokalanästhetika).
Bei leichten und mittleren Schmerzen sind auch pflanzliche Mittel zur Schmerzlinderung gut geeignet. Sie können meist rezeptfrei aus der Apotheke bezogen oder selbst hergestellt werden.

Für die Behandlung von Radikulitis, Neuralgie und kranken Gelenken werden Salben mit Bienengift verwendet. Sie verringern die Schmerzen, verzögern die entzündlichen Prozesse und haben einen ablenkenden Effekt.
Es gibt auch Salben auf der Grundlage von Schlangengift, die über einen aufsaugenden Effekt verfügen und das Immunsystem aktivieren. Auch das Schlangengift wirkt gegen die Schmerzen. In den Apotheken gibt es eine große Auswahl dieser Salben.

Die am meisten in Russland verbreitete Salbe ist “Viprosal”, die das Gift der Levanteotter enthält und der Weißtannenöl, Kampfer und andere Stoffe beigefügt sind.
Von den nach Russland importierten Cremes und Salben wird unter anderen “Finalgon” empfohlen, deren Wirkstoff ein Extrakt des Cayennepfeffers ist.
Für die Behandlung von Radikulitis und Neuralgie eignen sich ebenfalls Pfefferpflaster. Diese herkömmlichen Wärmepflaster enthalten Capsicain oder eine synthetische Form davon, das eine Hautreizung verursacht und auf diese Weise die Durchblutung anregt. Besonders reichhaltig ist das natürliche Capsicain in scharfen Paprikasorten enthalten.

Verstärkung der Wirkung von Salben und Cremes

Die Heilwirkung der Salben und Cremes können Sie verstärken, in dem der wunde Punkt vor der Einreibung mit warmem Seifenwasser abgewaschen und nach dem Auftragen der Salbe oder Creme, mit einem wollenen Tuch oder Schal eingewickelt wird.
Einreibungen sollten immer in kleinen Dosen beginnen, da es die Allergie gegen einzelne Wirkstoffe geben kann.

Selbstgemachte einfache Schmerzmittel

Natürlich können Schmerzen auch mit selbstgemachten natürlichen Schmerzmitteln wirksam gelindert werden. Sie nutzen die gleichen Wirkstoffe, wie sie auch in der Industrie für die Herstellung von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Heilmitteln verwendet werden.

R E Z E P T

Eines dieser selbstgemachten Schmerzmittel gegen Schmerzen aus der russischen Volksmedizin möchte ich Ihnen vorstellen.

Mischen Sie je 0,25 l Sonnenblumenöl und Kerosin (Petroleum), geben die Mischung in eine Flasche und fügen 5 bis10 scharfe rote Paprikafrüchte (Chili, Peperoni, Cayennepfeffer) hinzu. Dazu drehen Sie die Paprikafrüchte zuvor durch einen Fleischwolf.
Die Flasche stellen Sie fest verschlossen für 9 Tage an einen warmen Ort, dabei täglich durchschüttelnd.
Mit der fertigen Mischung reiben Sie das Gebiet des Schmerzes für die Nacht ein und ziehen am Morgen wollene Unterwäsche und Socken an.

Das Heilmittel kann über mehrere Monate in der fest geschlossenen Flasche gelagert werden, ohne dass es seine Wirksamkeit verliert.

Weitere Rezepte für derartige Schmerzmittel, die schmerzstillend und entzündungshemmend wirken, können Sie unter anderem hier finden: Pflanzen – entzündungshemmend und ausführend

 

Quelle : http://russische-volksmedizin.info/schmerzen-natuerliche-schmerzmittel/

 

Gruß an die Schmerzfreien und Freiwerdenden
Kräutermume

Oregano (Origanum vulgare) – eine sehr alte Heilpflanze

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Oregano (Origanum vulgare)

ist auch als Wilder Majoran oder Dost bekannt. Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und wird heute auf der ganzen Welt in warmen und gemäßigten Breiten angebaut. In fast ganz Europa gibt es darüber hinaus natürliche Vorkommen.

Geschichte

Oregano ist eine sehr alte Heilpflanze und war bereits im antiken Griechenland bekannt. Nachweise darüber finden sich unter anderen in den Schriften von Dioscurides und Hippokrates. In der heutigen modernen Pflanzenheilkunde wird Oregano nur selten verwendet.
Als Gewürz in der Küche diente Oregano wahrscheinlich bereits den Römern. Im gesamten Mittelmeerraum wird er auch heute noch viel verwendet, besonders in der italienischen und spanischen Küche, wo er als ein sehr wichtiges Gewürz gilt.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen von Oregano gehören Gerbstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol und andere Geruchsstoffe sowie Ascorbinsäure (Vitamin C) und Tannine.

Anwendung in der Volksmedizin

Für Heilzwecke wird in der Volksmedizin der oberirdische Teil der Oregano (Blätter und Blüten) verwendet. Dazu wird Oregano während der Blüte von Juli bis August gesammelt, er wird mit einer Sichel oder einem Messer abgeschnitten. Das Trocknen von Oregano kann in der Sonne, auf Dachböden und in Schuppen in gebundenen Bündeln erfolgen. Nach dem Trocknen werden die Bündel über ein grobes Metallsieb zerrieben und dabei die Blüten und Blätter von den Pflanzenstängeln getrennt, letztere werden weggeworfen. Getrockneter Oregano hat ein starkes Aroma, ist bitter-scharf und hat einen leicht herben Geschmack. Seine Tauglichkeit für Heilzwecke behält Oregano in gut verschlossenen Gläsern bis zu 3 Jahre.

Oregano hat eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, steigert die Absonderung der Schweiß-, Verdauungs- und Bronchialdrüsen und erhöht die Muskeltätigkeit des Darmes.

Die Volksmedizin verwendet Oregano auch als schleimlösendes Heilmittel bei Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen. In diesen Fällen wird der Aufguss häufig aus einer Mischung mit anderen Kräutern in Form eines Brust-Tee zubereitet, er ist ein Teil dieser auch im Handel angebotenen Tees.

Manchmal wird Oregano als Diuretikum verwendet. Pharmakologisch bewährt ist Oregano als ein Anthelminthikum gegen parasitäre Würmer (Helminthen).

Durch das Vorhandensein einer großen Anzahl von flüchtigen Inhaltsstoffen mit antimikrobieller Aktivität, wird Oregano auch äußerlich für Kompressen bei Furunkeln und Geschwüren eingesetzt sowie für Heilbäder bei Hautausschlägen und Skrofulose.

Ebenfalls ist Oregano ein wirksames Hausmittel gegen Motten und hilft als Schmerzmittel bei Zahnschmerz.

R E Z E P T E

Aufguss bei Darmatonie

Für die Behandlung einer Darmatonie übergießen Sie 15 g Oregano mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss wenigstens 30 Minuten stehen und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 1 bis 2 EL.

Der vorhergehende Aufguss von Oregano eignet sich auch dafür, den Appetit und die verringerte Absonderung von Magensaft anzuregen.
Zur Verwendung als ein Beruhigungsmittel bei erhöhter nervöser Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit wird das Trinken von 2 bis 3-mal täglich 80 ml empfohlen.

Aufguss bei Albträumen

Beim Auftreten von Albträumen übergießen Sie 1 EL Oregano mit 250 ml kochendem Wasser, lassen den Aufguss für 1 bis 2 Stunden stehen und trinken von dem warmen Aufguss 3 bis 4-mal täglich 20 bis 30 Minuten vor dem Essen 125 ml.

Aufguss bei Nervosität, Kopfschmerz, Kreislaufbeschwerden und Krämpfen

Bei Nervosität, Kopfschmerz, vegetativ bedingten Kreislaufbeschwerden und Krämpfen übergießen Sie 15 g Oregano mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 30 Minuten stehen, sieben ihn durch und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 20 Minuten vor dem Essen 2 EL.

Der vorhergehende Aufguss von Oregano eignet sich auch für warme Spülungen bei Zahnschmerz, Parodontitis und Entzündungen des Zahnfleisches oder zum Gurgeln bei Halsschmerzen, Pharyngitis und Stomatitis. Gewöhnlich lindern diese Anwendungen innerhalb von 10 bis 20 Minuten wesentlich den Schmerz.

Aufguss bei Gastritis, Colitis, Nieren- und Lebererkrankungen, Bronchitis, Erkältungen, nervöse Erregung und schlechter Stimmung

Bei Gastritis, Kolitis, Nieren- und Lebererkrankungen, Bronchitis, Erkältungen, nervöse Erregung und schlechter Stimmung übergießen Sie 20 g Oregano in einer Thermoskanne mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 2 Stunden stehen und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 1 EL.

Aufguss für Spülungen, Kompressen und partielle Heilbäder bei Rachitis, Skrofulose, juckenden Hautausschlägen und Ekzeme

Für Spülungen, Kompressen und partielle Heilbäder bei Rachitis, Skrofulose, juckenden Hautausschlägen und Ekzeme übergießen Sie 25 g Oregano mit 0,5 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 4 Stunden an einem warmen Ort stehen und verwenden ihn dann entsprechend.

Heilbäder bei Ekzemen, Neurodermitis und anderen Hautausschlägen, Furunkel, Abszesse und Diathese

Für Heilbäder zur Behandlung von Ekzemen, Neurodermitis und anderen Hautausschlägen, Furunkel, Abszesse und Diathese übergießen Sie 100 bis 200 g Oregano mit 2 bis 3 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 1 bis 2 Stunden stehen, geben ihn dann in das Vollbad von 36 °C bis 37 °C und baden darin etwa 10 bis 15 Minuten.

Hinweis: Vorsicht bei allen heißen Bädern, da sie den Kreislauf belasten. Bei Schwangerschaft wird diese Verwendung von Oregano nicht empfohlen, da er eine Schwangerschaft negativ beeinflussen kann.

 

Quelle : http://russische-volksmedizin.info/oregano-origanum-vulgare/

 

Gruß an die Naturheilfreunde
Kräutermume