Großrazzia gegen Schleuser Durchsuchungen in Arendsee

Bei einer Razzia in Mittel- und Norddeutschland ist die Bundespolizei gegen Schleuser vorgegangen. Mit rund 800 Beamten wurden dutzende Räumlichkeiten durchsucht. Die Tatverdächtigen sollen Ausländer nach Deutschland geschleust und illegal beschäftigt haben. Die Polizei entdeckte zahlreiche illegale Migranten, nahm drei Beschuldigte fest und vollstreckte auch in Sachsen-Anhalt mehrere Durchsuchungsbeschlüsse.

Polizisten bei einer Razzia in Arendsee, in der Altmark
Am Montagabend wurden in Arendsee drei Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.Bildrechte: ARD

Die Bundespolizei hat seit Montagabend zahlreiche Wohnungen und Büros in mehreren Orten in Mittel- und Norddeutschland durchsucht. Rund 800 Beamte waren im Einsatz – auch in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam vollstreckten sie 21 Durchsuchungsbeschlüsse, nahmen drei Hauptbeschuldigte fest und entdeckten zahlreiche illegale Migranten. Die Ermittlungen weisen auch Bezüge zu Reichsbürgern in Sachsen-Anhalt auf. Einige der Tatverdächtigen sollen Kontakte in die Reichsbürgerszene in der Altmark haben.

Hunderte Moldauer nach Deutschland geschleust

Monatelang hatten Bundespolizei und Zoll ermittelt: Acht Verdächtige sollen mehrere hundert Moldauer mit gefälschten rumänischen Pässen nach Deutschland geschleust haben. Hier seien sie im Sicherheitsgewerbe illegal beschäftigt worden. In Arendsee wohne und arbeite laut Recherchenetzwerk von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung die Buchhalterin der Sicherheitsfirma, in der die geschleusten Migranten arbeiteten. Die Buchhalterin sei zugleich Vorsteherin der selbsternannten „Samtgemeinde Alte Marck“, die die Bundesrepublik Deutschland als „Scheinstaat“ ablehne.

Reichsbürger-Pass, Symbolfoto
Die Reichsbürger-Bewegung könnte in die banden- und gewerbsmäßige Einschleusung von Ausländern involviert sein.Bildrechte: IMAGO

Der Sprecher der Bundespolizei Pirna, Christian Meinhold, sagte, man wolle nur gesicherte Erkenntnisse herausgeben. So wäre es im Moment noch zu früh über „die ganzen Verwicklungen und welche Rolle die Reichsbürgerszene dort gespielt hat“ zu sprechen. Besonders von den Durchsuchungen in Arendsee erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse. Die Sicherheitsfirma, für die die geschleusten Migranten arbeiteten, soll laut Recherchenetzwerk vom Ex-Ehemann und Sohn der Frau in Arendsee betrieben werden. Ob die Buchhalterin oder die Firmenchefs von den Schleusungen wussten oder gar daran beteiligt waren, sollen die Ermittlungen zeigen.

Suspendierter SEK-Beamter eventuell involviert

Wie das Recherchenetzwerk aus NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ berichtet, prüfen die Ermittler auch, ob die Gewinne aus dem Schleusernetzwerk der Buchhalterin und ihrer Verwandtschaft zugutekamen. Möglicherweise sei das Geld auch der Reichsbürgergemeinde zugeflossen. Wäre dies der Fall, sei das eine neue Qualität der Organisation im Reichsbürgermilieu. Die Frau soll zudem inzwischen mit einem ehemaligen SEK-Beamten zusammenleben. Er soll wegen des Verdachts auf Zugehörigkeit zu den Reichsbürgern suspendiert sein.

Bei der Großrazzia sind die Spezialeinheiten laut Bundespolizei auf mindestens 35 illegal eingereiste Personen gestoßen. Sie sollen im Großraum Hamburg und Bremen illegal gearbeitet haben. Drei der Hauptbeschuldigten wurden Montagabend in Hamburg festgenommen, zwei Deutsche und ein russischer Staatsangehöriger. Derzeit prüft die Staatsanwaltschaft die Stellung von Haftanträgen. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler auch Beweismittel wie Handys, Laptops, Tablets und gefälschte Ausweise sicher. Sie fanden zudem Bargeld und Gold im mittleren fünfstelligen Wert sowie verbotene Gegenstände wie Schlagring, Elektroschocker und scharfe Munition.

Razzia in Bremen

Eigener Kommentar

Besonders interessant ist es das diese Razzia in den Gebäuden der „Samtgemeinde Alte Mark“ stattfand.
Bei so viel Insider Informationen, kann nur jemand der in selbiger gearbeitet hat „Vögelchen“ gespielt haben.

 

Quelle: rsvdr.wordpress.com

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