Vorsicht wer eine Lebensversicherung (noch) hat

Diese Meldung hat es in sich. „Lebensversicherer wollen Millionen Policen verkaufen„. Mit der Ergo, Generali und AXA kündigen gleich drei grosse Gesellschaften an, sie wollen die Verpflichtungen aus den Verträgen loswerden. Finanzinvestoren wie amerikanische Hedgefonds sollen sie übernehmen. Warum? Weil sie diese nicht mehr erfüllen können? Die Aussage eines Experten über die Lage in Deutschland dazu: „Dieses Beben in der Lebensversicherung gefährdet die Vorsorge von mindestens 10 Millionen Menschen.

Seid ihr auch darunter?

AXA steht wohl jetzt für die Axt mit der man die Lebensversicherungskunden abhackt.

Vor vielen Jahren habe ich schon vor dem Abschluss einer Lebensversicherung, oder besser gesagt, ErLebensversicherung als Altersvorsorge gewarnt.

Am 19. August 2010: „Alles was man an privater Vorsorge getroffen hat, wie die Einzahlungen in Pensionskassen, in Lebensversicherung und Aktienfonds ect. kann sich in Luft auflösen.

Am 10. August 2012: „Das Kapital schmilzt aber dahin und beim Erreichen des Rentenalters wird man von der Kaufkraft her gesehen sehr wenig bekommen … wenn diese Institutionen überhaupt noch flüssig sind und auszahlen können.

Ich habe dazu geraten, wenn überhaupt sollte man nur den Todesfall versichern und keine Kapitalbildung damit erzielen wollen. Denn erstens gibt es bessere Modelle für die private Altersvorsorge und zweitens sind die Versicherungen durch die Politik der tiefen Zinsen (null bis negative Zinsen mittlerweile) der EZB in die Bredouille geraten.

Am 13. Juni 2013 warnte ich, sie können wegen den Zentralbanken die versprochene Rendite nicht erwirtschaften:

Dazu kommt noch ihre Null-Zins-Politik, die einen riesen Schaden anrichtet. Die ganzen Pensionskassen, Rentenfonds, Lebensversicherungen und überhaupt alle die Sparkonten besitzen haben einen gigantischen Zinsverlust dadurch in den letzten Jahren erlitten. Man bekommt keine Rendite für sein angelegtes Geld.

Jetzt ist es passiert und die Versicherungen steigen aus.

Ich zitiere Axel Kleinlein aus dem unten verlinkten Interview:

In der Tat, das ist die Massenflucht! Mit dem geplanten Verkauf ziehen sich große Lebensversicherer millionenfach aus ihrer Verantwortung zurück und überlassen es irgendeinem Finanzinvestor, die Verträge weiterzuführen.

Wer immer die Policen übernimmt wird nur das gesetzlich mindeste erfüllen.

Dazu sagt Kleinlein: „Denn freiwillig wird wohl kein Investor Geld für die Kunden locker machen. Ob das ausreicht, das werden wir beobachten.

Das heisst, man kann als Policenbesitzer wohl vergessen, mehr ausbezahlt zu bekommen als man eingezahlt hat. Es kann sogar weniger sein, also ein Verlustgeschäft!

Zu was rät Kleinlein wenn man Kunde ist?Er kann grundsätzlich drei Dinge tun: Der Kunde kann seinen Vertrag kündigen, ihn beitragsfrei stellen oder aber normal weiterlaufen lassen. Was am besten ist, das ist von der individuellen Situation abhängig.

Das Interview mit ihm im „manager magazin“ hier …

Ach ja, ihr wisst wer der ehemalige oberste Chef der Axa-Versicherung bis vor einem Jahr war. Henri de Castries, Vorsitzender der Bilderberger!

So einfach ist das. Weg mit den Kunden und über Bord geschmissen. Sollen die Finanzhaie der Wall Street sie jetzt fressen!

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