Brandenburg bekommt arabischsprachige Anti-Terroreinheit

Am 1. November 2016 erhält der brandenburgische Staatsschutz eine neue Anti-Terroreinheit. Die Ausrüstung der Spezialisten für den Anti-Terrorkampf passt in einen Rollkoffer (Screenshot: rbb AKTUELL)
Am 1. November 2016 erhält der brandenburgische Staatsschutz eine neue Anti-Terroreinheit. Die Ausrüstung der Spezialisten für den Anti-Terrorkampf passt in einen Rollkoffer (Screenshot: rbb AKTUELL)

Arabischsprachige Mitarbeiter und eine zeitgemäße Ausrüstung, die in einen Rollkoffer passt: Kalaschnikow-schußsichere Weste, Nachtsichtgerät und schwerer Helm. Dazu eine Maschinenpistole. Brandenburg bekommt nun eine Anti-Terror-Einheit. Das neue Dezernat soll unter anderem islamistischen Terror aufklären und bekämpfen. Es ist eine Konsequenz aus den IS-Attentaten von Paris. Wie Berlin Journal berichtete, sind ein Dutzend IS-Terroristen mit Rakka-Pässen aus der syrischen Fälscherwerkstatt des IS in Deutschland unterwegs, wie sie die Attentäter in Paris benutzten. Sie leben nun mit falscher Identität unter uns. Mario Heinemann vom Polizeipräsidium Potsdam sagte Nina Bednarz von Brandenburg Aktuell: „Wir wissen: Terroristen agieren auch mit langen Waffen. Mit Kalaschnikows. Deshalb haben wir etwas entgegengesetzt. Das ist die MP5. Wir haben die Munition getauscht. Wir haben jetzt nicht mehr Mann-Stopp-Munition, sondern Hartkernmunition.“ Also Munition, die durch Schutzwesten durchschlägt.

Rückblick: In Eisenhüttenstadt nahm die Polizei im August 2016 zwei Männer fest, die im Verdacht stehen, einen Anschlag auf das Stadtfest geplant zu haben. In Giesdorf in Märkisch-Oderbruch wurde im Juni 2016 ein Syrer verhaftet, weil er einen Anschlag auf das Düsseldorfer Zentrum geplant haben soll. Terroristen, die einst beim sogenannten IS aktiv waren, sollen laut Polzei unter anderem in Brandenburg sein. Die Behörden stufen etwa ein Dutzend von ihnen als Gefährder ein. Brandenburg hat insbesondere ein Problem mit tschetschenischen Islamisten, wie Berlin Journal berichtete.

Zur besseren Abwehr stockt die Polizei die Anzahl der Spezialeinsatzkräfte nicht nur auf 60 auf. Hans-Jürgen Mörke, Polizeipräsident des Landes Brandenburg aus der Kaiser-Friedrichstraße 143 in Potsdam (rund 8.000 Bedienstete): „Der zweite Bereich ist der, dass wir zum 1. November 2016 ein Dezernat in der Abteilung Staatsschutz des Landeskriminalamtes bilden, das sich ausschließlich mit der Aufklärung und Bekämpfung des islamistischen Terrors beschäftigt. Wir nehmen Informationen aus der Bevölkerung auf. Wir recherchieren im Internet. Wir bearbeiten Ermittlungsverfahren. Also der gesamte Strauß der Maßnahmen, der sich sowohl aus dem Polizeigesetz, wie aber auch aus der Strafprozessordnung ergiebt.“

Illusionen macht sich die Polizei aber nicht. Auch eine bessere Ausrüstung und mehr Anti-Terrorspezialisten garantieren keine hundertprozentige Sicherheit vor einem möglichen Terroranschlag

Quelle: https://www.berlinjournal.biz/brandenburg-bekommt-arabischsprachige-anti-terroreinheit/

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