Jakob Kedmi: Den Hauptschlag werden die USA abbekommen

Der aus Russland stammende ehemalige israelische Geheimdienstchef Jakob Kedemi warnt die USA davor, dass die NATO-Aggression in Osteuropa vor allem auf sie selbst zurückfallen werde. Möglich macht es das System „Perimeter“ – falls die USA einen Erstschlag ausführen sollten.

Von Thomas Roth

Der Westen versucht wieder einmal, Russland mit der NATO-Verstärkung in Europa zu erschrecken. Ich biete an, dazu Jakob Kedmi zu hören. Der in der UdSSR geborene Kedmi lebt jetzt seit Jahrzehnten in Israel und war dort langjähriger Leiter eines der Geheimdienste (1992-1999 Nativ) Israels. Er erläutert des Öfteren die internationale Situation über das Internet oder als Gast im russischen Fernsehen. Übrigens, wenn sich der Eine oder Andere schon mal gewundert hat, warum Putin ein so herzliches Verhältnis zu vielen Israeli hat – die Verbindung über Kedmi ist eine der Ursachen.

Seine Meinung war letztens in einer Sendung zum Thema „Wie soll Russland auf die neuen Truppenteile der NATO in Europa reagieren, zu hören. Seine Meinung dazu ist:
„… Inwiefern finde ich mich zurecht, wie sich Russland zu dieser Frage stellt. Russland hat den USA und ihren europäischen Verbündeten schon mehrfach erklärt, dass die NATO das Problem ist. Bei einem beliebigen Abenteuer der NATO – in Bezug auf Russland – wird die Bezahlung vor allem an die USA gehen.“

Bei einem beliebigen Abenteuer in Europa, werden die USA den ersten Antwortschlag, den es dafür gibt, bekommen. So ist die russische Doktrin aufgebaut. So bereitet Russland auch die Armee vor. Als Reaktion auf die NATO-Hochrüstung werden zwei neue Divisionen im westlichen und im südlichen Militärbezirk aufgestellt, wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu mitteilte, denn die NATO plant die Stationierung von vier US-Bataillonen in Osteuropa. Die Divisionen werden noch vor Jahresende aufgestellt. Das wird die Antwort an die
NATO sein. Aber den Hauptschlag werden die abbekommen, die die NATO verwalten. Und das sind die USA.

Niemals wird es in der Geschichte so sein, wie es immer war! Der Krieg, war wo auch immer und die Amerikaner waren genauso wo auch immer, aber die USA, ihr Territorium, blieb immer vom Krieg verschont. Und das ist es, was die russischen Politiker den Amerikanern erklärt haben. Und zwar ziemlich eindeutig. Ein beliebiger Krieg in Europa – und es wird Folgen für das amerikanische Territorium haben, für die amerikanischen Städte, für die amerikanische Industrie, für die amerikanische Armee. Wo die amerikanische Armee auch ist.

P.S. Israel, ist eines der wenigen Länder, das nicht in virtuellen Trugbildern sondern in der realen Welt lebt. Meiner Meinung nach bewerten sie eine beliebige Erhöhung des Niveaus der Opposition und ihre möglichen Folgen richtig. Die Israeli kennen auch das System „Perimeter“ ganz genau und warnen den Westen davor.

Warum fürchtet der Westen sich so vor der „Toten Hand“ Russlands?

Die amerikanische Zeitschrift „Wired“ hat vor kurzem einen Artikel veröffentlicht, in dem der Autor mitteilt: „Russland ist das einzige Land der Welt, das über die Waffen verfügt, die den Antwortkernwaffenschlag auf den Gegner sogar in jenem schrecklichen Fall garantieren, wenn es in dem Land schon niemanden mehr gibt, den Entschluss zu diesem Schlag zu fassen. Dieses einzigartige System trägt den Gegenschlag auf den Gegner automatisch auf. In der westlichen Presse wurde für dieses System der Titel „Dead hand“ („Tote Hand“) geprägt, in Japan und China haben die Militärfachkräfte dieses System die „Hand aus dem Sarg“ getauft.

In Russland heißt dieses System „Perimeter“ und es stellt einen Komplex von Regelungstechnik für den massiven Antwortkernwaffenschlag dar. Es wurde noch in der UdSSR geschaffen, auf dem Höhepunkt des kalten Krieges. Der Komplex „Perimeter“ ist für die Durchstellung der Gefechtsbefehle von den höchsten Steuergeräten (vom Generalstab der Streitkräfte der Russischen Föderation, von der Verwaltung der Raketentruppen der strategischen Bestimmung bis zu den Kommandopunkten und den Startrampen der strategischen Raketen, die im System der Gefechtsbereitschaft stehen) im Falle eines Notstandes bestimmt, wenn die Verbindungsleitungen und die gängigen Kommunikationsmittel nicht funktionieren. Das System „Perimeter“ ist ein alternatives Führungssystem für alle Truppengattungen, die in ihrer Ausrüstung nukleare oder thermonukleare Ladungen haben. Es wurde als Reserveverbindungssystem geschaffen, um die Schlüsselknoten und Einrichtungen des Kommandosystems „Kasbek“ (der so genannte nukleare Handkoffer), sowie die Verbindungsleitungen der Raketentruppen nach einem massiven Kernwaffenschlag – entsprechend der in den USA entwickelten Konzeption des „Begrenzten Nuklearen Krieges“ – zu ersetzen.

Für diese Aufgabe wurde das System „Perimeter“ von vornherein als vollautomatisch entworfen. Deshalb ist es im Falle eines massiven nuklearen Angriffes fähig, die Entscheidung über einen adäquaten (vergleichbar auf der Basis der Verluste) Antwortschlag selbständig, ohne Teilnahme (oder mit nur minimaler Teilnahme) des Menschen zu treffen. Die Existenz eines solchen Systems wurde schon so manches Mal „unmoralisch“ genannt, jedoch ist es, von seinem Wesen her, der einzige Faktor des nuklearen Widerstands, der eine reale Garantie für eine Absage des potentiellen Gegners an die Konzeption des präventiven Vernichtungsschlages gibt. Das Arbeitsprinzip des Systems „Perimeter“ ist das folgende: nach dem Befehl, der von den höchsten Steuergeräten der Raketentruppen auf dem speziellen Kommandopunkt angekommen ist, wird im Falle der Nutzung des automatischen Regimes des „Vergeltungsschlages“, der Start der Kommandorakete 15P011 mit dem speziellen Kopfteil 15B99 erfolgen. Im Flug wird den Mannschaften von allen Startraketenanlagen und Kommandopunkten der Raketentruppen (die entsprechende Empfänger sind) der Befehl zugestellt.

Während ich an diesem Material arbeitete, habe ich verstanden, dass ich es mit nichts anderem wie mit einer Variante von künstlicher Intelligenz zu tun habe. „Perimeter“ verfügt über die Fähigkeit in Echtzeit, die tektonische, Strahlungs-, militärische- und politische Lage in der Welt als System gleichzeitig zu analysieren, hunderte Parameter zu bewerten, die in der realen Zeit geprüft werden, und stellt sie dann komplizierten logischen Algorithmen gegenüber. Dabei kann das System in Friedenszeit auf eigenen Wunsch keine aktiven Handlungen beginnen. Selbst wenn die Verbindung mit allen Startrampen plötzlich weg ist und gleichzeitig noch ein mächtige Erdbeben vorkommt, so bleibt noch eine Masse anderer logischer Parameter, die die Aktivierung des Regimes „Antwortschlag“ sperrt.

Im Dezember 2011 hat der Befehlshaber der Raketentruppen, Generalleutnant Sergej Karakajew, bestätigt, dass das System „Perimeter“ existiert und sich im Gefechtsdienst befindet. Im Interview mit der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ hat Karakajew erklärt: „Ja, das System ‚Perimeter‘ steht heute im Gefechtsdienst. Und wenn die Notwendigkeit eines Antwortschlages entstehen sollte oder wenn es keine andere Möglichkeit gibt, das Signal zu den Startrampen zu führen, dann kann diese Mannschaft von den Raketen aus dem System ‚Perimeter‘ bekommen.“
Auf einem der Treffen mit Wladimir Putin im Klub ‚Valdai‘ wurde der Präsident Russlands gefragt: „Sagen Sie, Sie können die USA in etwa einer halben Stunde zerstören?“ Putin hat einige Sekunden nachgedacht und hat geantwortet: „Es geht eigentlich erheblich schneller.“

gefuunden bei: https://www.contra-magazin.com/2016/05/jakob-kedmi-den-hauptschlag-werden-die-usa-abbekommen/2/

4 Gedanken zu „Jakob Kedmi: Den Hauptschlag werden die USA abbekommen

  1. Leo

    Die Perestroika-Täuschung von Anatoliy Golitsyn auf deutsch!
    https://drive.google.com/open?id=0B8fEOKnf5n7iYjV1MW9hWnFhYWc

    Wer also verstehen will, warum es zu dem prophezeiten Krieg kommen wird, der kann es sich jetzt bequem auf deutsch erklären lassen, und zwar nicht von irgendwem, sondern von einem ehemaligen KGB-Major höchstpersönlich. Aber Vorsicht, ein bisschen selber denken muss man dabei schon noch.
    Die sowjetische Langzeitstrategie ist der Hintergrund, vor dem die Fatima-Prophezeiung erst richtig verstanden werden kann. Genau diese Strategie war nämlich gemeint, als die Fatima-Seherin Lucia im Jahr 1990 schrieb:

    “Lasst Euch nicht täuschen durch die Ereignisse, die in Europa Platz greifen: Dies ist eine Täuschung! Russland wird nicht bekehrt werden, bis Russland die Geissel für alle Nationen wird. (…) Denn Russland wird den Westen überfallen, und mit Russland wird China in Asien einfallen. Meine Worte werden verdreht. Die Oberen in der Kirche und die Priester tun dies, um unsere Kinder zu verwirren und sie glauben zu machen, der Weltfriede sei gekommen, und die Bekehrung Russlands sei da. Dies ist nicht der Fall. Die Welt befindet sich in grosser Gefahr. Wenn die Welt nicht umkehrt, wird sie in einen schmerzlichen Krieg hineingestürzt werden. Die Wende in Osteuropa führt nicht zum Frieden!”

    Und ich sage es hiermit noch einmal ganz deutlich: Nur vor dem Hintergrund dieser Langzeitstrategie kann man das prophezeite Szenario verstehen und korrekt einordnen. Alle anderen Spekulationen von einer sogenannten “Einkreisung und Provokation Russlands” bis hin zum marxistischen Standpunkt “der Kapitalismus braucht einen Krieg um von seinen inneren Widersprüchen abzulenken” oder um “Geschäfte zu machen” führen zwangsläufig in die Irre!

    Antwort

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