Kinderhospiz Tambach-Dietharz: Sozialministerium lehnt Förderantrag ab

Der Trägerverein steht vor einem Problem: Geplant war in diesem Jahr, mit dem Umbau den Nebengebäudes zu beginnen. Dafür werden 750.000 Euro benötigt. „Wir haben einen Förderantrag beim Land gestellt und jetzt eine Ablehnung erhalten“, sagt Stephan Masch.

Im Kinder- und Jugendhospiz erhalten die kleinen Patienten eine umfassende Pflege und Betreuung. Foto: Guido Werner
 Foto: Guido Werner
Im Kinder- und Jugendhospiz erhalten die kleinen Patienten eine umfassende Pflege und Betreuung.
Tambach-Dietharz. Mehr als 40.000 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von einer tödlichen Krankheit betroffen. Um ihnen und ihren Familien einen Halt im Leben zu geben, wurde vor mehr als vier Jahren das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz ins Leben gerufen. 570 Familien aus ganz Deutschland nutzten bisher das Hilfsangebot des dafür zuständigen Trägervereins. 30 Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer kümmern sich dort um die Bedürfnisse der kleinen Patienten und deren Familien. Der gemeinnützige Trägerverein ist dauerhaft zu einem Höchstmaß auf Spenden angewiesen, um sein wichtiges Hilfsangebot aufrechterhalten zu können. Mehr als 850.000 Euro werden an Spenden pro Jahr benötigt, um allein den Betrieb der sozialen Einrichtung sicherzustellen, da die gesetzliche Finanzierung dazu nicht ausreicht, erklärt Stephan Masch, Leitung Fundraising & Kommunikation beim Kinderhospiz. Das reichte auch bisher aus, doch nunmehr steht der Trägerverein vor einem neuen Problem. Geplant war in diesem Jahr, mit dem Umbau den Nebengebäudes zu beginnen. Dafür werden 750.000 Euro benötigt.
 
 

Zusätzliche Spenden nötig, um Kosten zu decken

„Wir haben einen Förderantrag beim Land gestellt und jetzt eine Ablehnung erhalten“, sagt Masch. So muss der Trägerverein zusätzlich Spenden einwerben, um die Investitionskosten decken zu können. In dem unsanierten Nebengebäude sollen neue Gästezimmer, Therapieräume, Gemeinschafts- und Sozialräume sowie eine Holzwerkstatt entstehen. Die Planungsarbeiten laufen bereits. Masch kann über die Ablehnung der Fördergelder nur den Kopf schütteln. „Es wird Zeit, dass die Politik endlich begreift, dass so ein Haus wichtig ist“, meint der Kommunikationschef. Das Land habe bisher 194.000 Euro Fördermittel bereitgestellt. Das Geld wurde damals für das Dach verwendet.

 Gruß und Danke an alle Spender, die den Anbau doch noch ermöglichen
Kräutermume

3 Gedanken zu „Kinderhospiz Tambach-Dietharz: Sozialministerium lehnt Förderantrag ab

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