Nato bringt Kanonen in Stellung: verborgene Aspekte der Kriegstreiber-Agenda

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Nato bringt Kanonen in Stellung: verborgene Aspekte der Kriegstreiber-Agenda
Veröffentlicht am: 10. April 2014

Während Russland und die Ukraine durch großkotziges Gepöbel seitens europäischer Politiker aller Couleur und Vorbereitung wirtschaftlicher Sanktionen so langsam sturmreif geschossen werden, will sich das Nordatlantische „Verteidigungs“bündnis jetzt eine „strategische Neuausrichtung“ verpassen. Die Nato-Staats- und Regierungschefs wollen dafür auf der nächsten Gipfel-Konferenz im September den dauerhaften, auch militärischen Konflikt mit Russland in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Anders ausgedrückt, es wird jetzt unverhohlen auf Angriff getrimmt.

Wer darauf setzt, dass unsere Führungsriegen schon nicht derart blöd und selbstmörderisch unterwegs sein werden, Putins Russland weiter in Richtung Eskalation zu drängen, könnte sich ab Herbst getäuscht sehen.

Mit einem Schuss Zynismus kann man der Trendwende auch was Gutes abgewinnen, denn wenigstens muss sich die Weltöffentlichkeit dann wohl nicht mehr mit fadenscheinigen moralischen Deckmäntelchen für Angriffskriege für dumm verkaufen lassen. Das war leider aber auch schon alles, was sich an „Positivem“ entdecken lässt. Denn Goodwill und Vernunft werden bei den kommenden Entscheidungen, die in hermetisch abgeschlossenen Konferenzräumen fallen werden, nur eine Nebenrolle spielen. Man sollte nicht allzu viel Vertrauen und Gutgläubigkeit in jene Menschen setzen, die teils seit sehr langer Zeit in teils sehr entrückten Elitezirkeln wie bspw. der Transatlantischen Brücke unterwegs sind. Der Weg nach oben in solchen Machtpyramiden dürfte nicht nur mit allerlei Verführungen, sondern auch mit jeder Menge mehr oder weniger subtiler Indoktrination und bizarren Gedankengebäuden gepflastert sein. Ein gewisser Realitätsverlust nicht nur im Hinblick auf die Folgen eigener Entscheidungen für andere Menschen ist hier nicht wirklich verwunderlich.

Doch nicht nur diese Mechanismen stecken dahinter, wenn so kleine Eliten mit solcher Hartnäckigkeit immer wieder Kriege vorantreiben, die außerhalb ihrer Elfenbeintürme nicht ein einziger Mensch wirklich möchte. Damit allein wäre es nicht erklärbar, wie Krieg immer wieder durch die Parlamente gedrückt werden kann. Es sind nicht allein die Krankhaftigkeit des zugrundeliegenden Wirtschaftssystems und der irregeleitete Fieberwahn machtbesoffener Politiker, die auf ihrem Weg nach oben zu lange in zu dünner Luft unterwegs waren und in schwachen Momenten korrumpiert wurden. Der Wahnsinn hat noch weit mehr Methode als gedacht. Hinter dem unermüdlichen Kriegsgetrommel, für das in Deutschland die Von der Leyens, Gaucks und ähnlicher Kader zuständig zeichnen, steckt noch ein weiterer, weithin unbekannter Aspekt. Der macht das Ganze zwar keinen Deut besser, im Gegenteil, doch er lässt das Schauspiel wenigstens nicht mehr ganz so rätselhaft und „sinnlos“ erscheinen:

Es wird in der öffentlichen Wahrnehmung bislang kaum beachtet, dass Kriege neben den belebenden Effekten für die Konzerne und Banken der Kapitaleliten (die in der Machtpyramide in den Stockwerken über Gauck oder Von der Leyen stehen) noch weitere sehr erwünschte Nebenwirkungen haben. So wurden in fast allen bisherigen Kriegen insbesondere die Reihen der jungen Generationen ausgedünnt, vor allem die jungen Menschen wurden durch Dienst an der Front oder andere erzwungene Einbindung in die Kriegshandlungen in ihren Potentialen unterdrückt und ihre ursprünglich kreativen Energien wurden in destruktive Richtungen umgelenkt. Ein Großteil dieser jungen Menschen konnte das auch nach dem Krieg für den Rest seines Lebens nicht mehr rückgängig machen.

Auf diese Weise hat sich das herrschende Gesellschaftssystem der Großväter und Väter in ihren Machtpyramiden stets auf unauffällige und elegante Weise seiner ärgsten Feinde im Inneren entledigt: der jungen Menschen mit ihren neuen Ideen, die ihnen ihre Positionen streitig machen könnten und auch sonst die größte „Gefahr“ für die etablierten Strukturen wären.

Es sind wohl eher selten die Älteren, die für Veränderungen auf die Barrikaden gehen. Einerseits sind sie selbst oft viel zu stark mit alten Paradigmen geimpft, um sich überhaupt etwas Besseres als das überkommene Lebensmodell vorstellen zu wollen können und andererseits hoffen sie ja – verständlicherweise – auch eher darauf, nach Jahrzehnten an Maloche und gesundheitlicher Entbehrung wenigstens in den letzten Jahren nochmal eine ruhige Kugel schieben zu können, ein paar Früchte zu genießen und die verbleibende Zeit angenehm über die Bühne zu bringen. Man sehnt sich dann vielleicht eher nach Golfplätzen, englischen Parks und Gemüsegärten als nach Revolutionen und gesellschaftlichen Aufbruchsbewegungen.

Diese sehr interessanten und aufschlussreichen Gedankengänge eines Historikers der 70er Jahre wurden von Kenfm in diesem Video aufgegriffen und von uns hier ein wenig weitergesponnen. Sie sind ein mögliches Puzzleteil im „Verständnis“ eines verkorksten und überkommenen Spiels, in dem der Hase genau so läuft wie in dem parallelen Spiel der endlosen Rettung des Finanz- und Bankensystems: alles Handeln des Establishments ist auf Erhalt der verkrusteten Strukturen um jeden Preis gerichtet. Koste es was es wolle, auch wenn es Menschenleben sind.

Sind wir nun dazu verurteilt, entweder hilflos und ängstlich auf die nächste Katastrophe zu warten oder bei Brot und Spielen weiter so zu tun, als ob nichts wäre? Nein, sind wir nicht, wir können dem Treiben den Stecker ziehen, indem wir nicht mehr mit-ziehen und stattdessen unübersehbar zeigen, dass wir keine neuen Kriege wollen. Bewegungen wie die neuen Montagsdemos machen vor, wie hier ein Anfang zustande kommen kann (mehr Infos dazu ebenfalls im oben verlinkten Kenfm-Video).

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